Newsletter August 2012


English Version

Sonnenuntergang in Khopra

Die Themen:

Newsletterredaktion
Hilfe für den Nächsten
Die Architektur der Newar
Hilfe, die direkt ankommt
Literatur aus Nepal – und über Nepal
Aktivitäten unserer Mitglieder

Newsletterredaktion

In Zukunft werden wir regelmäßig Literatur aus und über Nepal vorstellen. Betreut wird dies durch Dr. Johanna Wernicke-Rothmayer. Sie hat viele Jahre in Nepal gelebt und den Literatur-Workshop "Whose City is this" im Rahmen des UDLE-Projekts (Urban Development Through Local Efforts) ins Leben gerufen.
Viele Menschen wollen helfen. Wir geben zwei Beispiele, wo dieser Wunsch zu konkretem Handeln geführt hat. Wir berichten über eine junge Deutsche, die sich für Straßenkinder engagiert und über einen Nepalesen, der in Deutschland ein asiatisches Hospiz gründen will.
Bei einer Nedeg-Veranstaltung wurde das neue Buch von Prof. Dr. Niels Gutschow "The Architecture of the Newars" von Dr. Heinrich Seemann vorgestellt. Der Abend wurde ein faszinierender Rückblick auf die nepalesisch-deutsche Zusammenarbeit.
Viel Spaß beim Lesen wünscht die Newsletter Redaktion.

Veranstaltungs- und andere Hinweise:

Bildervortrag im namasté

Neun Mal war Andrea-Regina Lang in den letzten Jahren in Nepal auf Trekkingtour. Sie zeigt am 1. November 2012 um 20 Uhr die schönsten Bilder aus allen Jahreszeiten und schildert ihre Eindrücke aus dem Land am Fuße des Himalaya. Veranstaltungsort ist das namasté, Charlottenburger Ufer 9, 10587 Berlin, Telefon 030 95605273.

namsté

Der Nedeg-Newsletter berichtet regelmäßig über kulturelle Themen und über unsere Projektpartner in Nepal und weist auf Termine hin.
Wer den Newsletter noch nicht direkt zugesendet bekommt, kann sich hier anmelden.
Wichtige Hinweise auf Termine, Veranstaltungen oder neue Publikationen senden Sie bitte an nedeg_redaktion@yahoo.com.

Newsletter-Redaktion: Torsten Frank, Dr. Johanna Wernicke-Rothmayer, Andrea-Regina Lang, Don Baerg, Susan Evers

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Dr. Dharma Raj Bhusal

Hilfe für den Nächsten


Kaum einer der jungen Nepalesen, die zum Studium nach Deutschland kommen, wird sich jemals mit der Frage beschäftigt haben, wie es ist, in der Fremde alt zu werden oder jenseits seines Geburtslandes sterben zu müssen.

Der Bau eines kleinen Hospizes für Asiaten ist eines der Projekte, die Dr. Dharma Raj Bhusal beschäftigen. Jura hat er in Kathmandu studiert. Er war im Staatsdienst und hat in Nepal bei Wirtschaftskriminalität ermittelt. Vor zehn Jahren ist er nach Deutschland gekommen und hat an der TU Chemnitz mit dem Thema „Economic Crime. Law and Legal Practice in the Context of Nepal" promoviert.



Aufgrund seiner juristischen Ausbildung sind viele Menschen auf ihn zugekommen, um bei ihm Rat zu suchen, Unterstützung bei Anträgen an Behörden einzuholen, Hilfe bei dem Erbringen von Dokumenten aus Nepal, bei Fragen zu Aufenthaltsgenehmigungen oder einfach nur, um Angelegenheiten des täglichen Lebens durchzusprechen und diese dadurch besser zu verstehen. Seit vielen Jahren tut er dies ehrenamtlich. Um dem Ganzen eine Form zu geben, hat er das Projekt SATHI im letzten Jahr gegründet. Hier wird Beratung für alle südasiatischen Migranten angeboten. In dem Restaurant Nepali Griha, das er betreibt, hat er sich ein kleines Arbeitsbüro eingerichtet. Hierher können Leute kommen, die Rat und Hilfe brauchen. Er hat die Erfahrung gemacht, dass eine solche öffentliche Anlaufstelle Barrieren abbauen kann.



Durch seine Begegnungen mit Menschen, die auf ihn zugekommen sind, hat er auch erfahren, was geschehen kann, wenn asiatische Migranten schwer erkranken oder im Sterben liegen. Es gibt Verständigungsprobleme, weil in einer extremen Situation alle Sprachen bis auf die Muttersprache vergessen werden. Nicht alle Krankenhäuser sind auf den kulturellen Kontext vorbereitet: nicht auf die Ernährung und schon gar nicht auf eine Sterbebegleitung. Zusammen mit "Dong Heng", einem interkulturellen Förderverein für Hospizdienste, haben beide Vereine mittlerweile in vielen Krankenhäusern ihre Adressen hinterlassen. Die Krankenhausstationen können sich an diese beiden Vereine wenden, wenn asiatische Patienten in einen hilflosen Zustand geraten.

Großes Ziel ist es, eines Tages ein kleines Hospiz für Asiaten in Berlin zu errichten. "Die Räume müssen vor allem groß sein, denn die Familien müssen sich hier versammeln können. So will es unsere Tradition", führt Dharma Raj Bhusal dazu aus.



Er möchte sich auch in seiner Wahlheimat Deutschland einbringen. „Es gibt vieles, was wir als Asiaten hier positiv beitragen können. Zum Beispiel den Wert der Familie. Bei uns gehören alle zur Familie: Großeltern, Onkel, Tanten, Cousinen. Wir spüren, dass wir zusammengehören und dass wir einander helfen müssen".

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Newarische Architektur

Die Architektur der Newar

"Es war wirklich etwas Besonderes, von jemanden, der dabei war, über den Beginn eines der bedeutendsten deutschen Projekte in Nepal zu erfahren" – mit diesen Gedanken verließen die Teilnehmer das letzte Nedeg-Treffen.

Anlass zu diesem Treffen war die Neuerscheinung eines Buches des Bauhistorikers Prof. Dr.-Ing. Niels Gutschow. "Architecture of the Newars - a History of Building Typologies and Details in Nepal" stellt die gesamte Geschichte der newarischen Architektur dar. Es ist auch ein Lebenswerk. Niels Gutschow ist seit 1971 in Nepal an Restaurationsprojekten beteiligt. Er lebt seit vielen Jahren in der Umgebung von Bhaktapur, ist neben Nepal auch viel in Indien, aber ebenso in Europa tätig. An der Universität in Heidelberg ist er Koordinator des Projektes "Aspects of Authenticity in Architectural Heritage Conservation". Nur wenige Ausländer haben über einen so lange Zeitraum so viel für Nepal bewirken können.

Architecture of the Newars

Ein Glücksfall, wenn dann ein solches Werk von jemanden vorgestellt wird, der selbst wesentliche Impulse zu einem der längsten und erfolgreichsten deutschen Entwicklungsprojekte in Nepal, dem "Bhakatpur Development Project" gegeben hat, nämlich von Dr. Heinrich Seemann, der von 1968 bis 1972 Erster Sekretär der deutschen Botschaft in Nepal war.
Auch Bundespräsident Heinrich Lübke besuchte Ende der sechziger Jahre Nepal. Dies war auch eine Premiere: Die erste Landung im Tal einer Boing 707, des damals weltweit größten Typs von Verkehrsflugzeugen, für das die Landebahn zu dieser Zeit eigentlich zu kurz war. Die ganze Stadt war auf den Beinen, um diese Landung zu sehen, und von der Meisterleistung des Piloten wurde noch nach Jahren bewundernd erzählt.

Patan, Vishveshvara Tempel

Zur Hochzeit des damaligen Kronprinzen Birendra 1970 machte die Bundesrepublik Deutschland auf Anregung von Nepalkennern ein originelles Geschenk: Finanzierung der Wiederherstellung des Pujari Math, eines früheren Priesterhauses in Bhaktapur. Zu diesen Kennern gehörten Niels Gutschow und Heinrich Seemann, deren Wege sich damals kreuzten. Niels Gutschow hatte Nepal bereits 1962 besucht und über die Erhaltung von historischen Gebäuden publiziert, mit Heinrich Seemann fand er einen begeisterten Unterstützer seiner Pläne im Auswärtigen Amt.

Kathmandu, Svayambhustupa

Die Restaurierung des Pujari Math mündete später in das Bhaktapur Development Project (1974 bis 1986), das nicht nur für Einwohner und Touristen sichtbar zur Erhaltung der Architektur, sondern auch zur ökonomischen Entwicklung beigetragen hat. Der Erhalt von bedeutenden historischen Gebäuden und die Wiederbelebung der gesamten traditionellen Handwerkskunst im Bauwesen sind wesentliche Verdienste dieses Projektes.
Dr. Heinrich Seemann wusste nicht nur lebhaft über diese Zeit zu berichten, er schöpfte auch aus seinem großen Erfahrungsschatz, als Attaché in Japan, als deutscher Botschafter in Mali und Indonesien. Er ist Autor vieler Bücher über diese Länder, die auch seine beruflichen Stationen nachzeichnen. Es war ihm jedoch anzumerken, dass Nepal für ihn eine ganz besondere und prägende Station war.
Gefreut über diese Begegnung hat sich auch der derzeitige nepalesische Botschafter in Deutschland, Suresh Prasad Pradhan, der zusammen mit seiner Frau und seiner Tochter Ehrengast an diesem Abend war.


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Katharina Scholl

Hilfe, die direkt ankommt

Liegt es an diesem Lächeln der Gesichter, an der sichtbaren Armut, die in Diskrepanz zu dem fröhlichen Wesen seiner Einwohner steht – viele Deutsche, die aus Nepal zurückkehren, schwärmen von diesem Land und seinen Menschen. Nicht wenige beginnen sich zu engagieren. Da gibt es den deutschen Unternehmer, der nach der Rückkehr ein Kinderheim in Nepal gründet, die Krankenschwester, die beginnt, Medikamente für Nepal zu sammeln, die Helfer, die Jahr für Jahr Geld auf einem Basar für die Women Foundation sammeln oder die Initiative aus Dortmund, die sich seit Jahrzehnten um Leprakranke kümmert. Das Aufzählen der vielen privaten Initiativen würde ein Buch füllen.

Und doch hat jedes Engagement seine eigene Geschichte und Bewandtnis. Diese Hilfe erfolgt nicht von Land zu Land, sondern außerhalb jeder staatlichen Regulierung von Mensch zu Mensch. Viel Hilfe verteilt auf viele Menschen. Kann es ein besseres Prinzip der Verteilung geben? Häufig sind es ganz persönliche Begegnungen, die einen Impuls auslösen.

Eine dieser Geschichten wollen wir erzählen:

Als Katharina Scholl im letzten Jahr nach Nepal kommt, ist es für sie eine Durchgangsstation auf ihrer Tour durch Asien. Sie will hier ein paar Wochen bleiben, die Tage genießen und Land und Leute kennenlernen.

Der Stadtteil Thamel in Kathmandu mit seiner touristischen Infrastruktur, Hotels, Restaurants und Geschäften war auch für sie der erste Anlaufpunkt. Schon bald fielen ihr die Straßenjungen auf, die es hier seit Jahrzehnten gibt. Das Viertel mit den Glitzerlichtern und vielen Touristen zieht diese seit Jahren an. Im Eingang zum Viertel sitzen die Straßenjungen in Gruppen, verwahrlosen und reichen die Plastiktüte mit Klebstoff und andere Drogen herum.

Raju und Katharina

Wie Katharina erzählt, kam bei ihr "schnell das Bedürfnis hoch, den Kindern zu helfen." Schnell stellte sie fest, dass dies gar nicht so einfach ist. "Die meisten Kinder und Jugendlichen möchten gar nicht die "Freiheit" der Straße gegen einen Platz in einer Organisation eintauschen, da dies auch Regeln und Pflichten mit sich bringt."

Sie hat gelernt, dass es wichtig ist, auf jedes Schicksal einzeln einzugehen, und hierzu wird vor allem viel Zeit benötigt. Häufig fehlen diesen Kindern Erwachsene als Vorbilder, die ihnen ehrliche Zuwendung geben.

Sie freundet sich mit Raju an. Raju ist damals 16 und wurde als Baby in den Straßen von Kathmandu gefunden. Sein Leben lang war er in verschiedenen Organisationen, die ihm aber nie eine echtes Zuhause waren. Seit fünf Jahren lebte er zu diesem Zeitpunkt auf der Straße, wo Drogen, Hunger und Gewalt den Alltag bestimmen.



Raju

Katharina Scholl besorgt ihm eine Unterkunft und sucht eine Schule für ihn. Dass sich dabei ihre Reisekasse leert, ist ihr egal. "Schließlich geht es mir gut, deshalb möchte ich anderen die Chancen auf ein besseres Leben geben."

Durch einen Mitbewohner, der weiß, dass sie sich für Bildung und Kinder einsetzt, wird sie auf ein weiteres Schicksal aufmerksam. Das kleine Mädchen Anjali ist zehn. Ihr Vater hat vor zwei Jahren die Familie verlassen, die Mutter ist wenig später gestorben. Das Mädchen hat Glück und wird von einer Pflegefamilie aufgenommen, die aber keine Möglichkeit hat, für weitere Bildung aufzukommen. Dies kann dazu führen, dass die Mädchen schnell verheiratet werden – mit Männern, die selbst keine Arbeit haben. Eine Spirale von Gewalt und Alkoholproblemen kann so entstehen. Katharina versteht, dass Bildung die einzige Chance für Anjali ist, diesem Schicksal zu entgehen.

Anjali

Als sie zurück nach Berlin kommt, hat sie nicht nur wertvolle Erfahrungen für sich gemacht, sondern auch eine Menge Verantwortung mitgebracht. Sie muss jetzt schließlich für zwei Kinder sorgen. Monatliche Gebühren für die Schulen zahlen, Schuluniform, Miete und Essen. Das sind im Monat 200 Euro. Ihre Familie und Freunde helfen dabei.

Auf der Plattform betterplace.org hat sie ihre Projekte eingestellt. Über diese Plattform wird nach Spendern gesucht. Betterplace.org leitet 100 Prozent der Spenden an die projekttragende Organisation beziehungsweise an den Projektverantwortlichen weiter. Der entsprechende Empfänger ist dabei verpflichtet, das Geld für das zu verwenden, was er in der Projektbeschreibung als sein Projekt definiert hat.

Wer mithelfen will oder die Projekte besser kennenlernen möchte, findet Informationen bei betterplace unter dem Stichwort „Raju“.


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Literatur aus Nepal – und über Nepal

An dieser Stelle wollen wir in lockerer Folge über Literarisches aus und über Nepal informieren: über Neuerscheinungen und Übersetzungen ins Deutsche oder – so wie heute –über zwei Neuausgaben und eine Reise durch Nepal einer ganz anderen Art: mit dem Fahrrad!



"Nepal – Im Schatten des Himalaya" von Wolf Donner war ja schon seit längerer Zeit vergriffen, und darüber hinaus hatte sich auch die politische Situation in Nepal grundlegend geändert: Der Himalaya-Staat zwischen Indien und Tibet verabschiedete sich in den letzten Jahren schmerzhaft von seinem Image als friedlich-tolerantes Urlaubsparadies. Wie hängen die bewaffneten Aufstände mit Landschaft und Geschichte zusammen? Warum zählt Nepal nach Jahrzehnten der Entwicklungshilfe weiterhin zu den ärmsten Ländern der Erde? Die Kapitel in der Neuausgabe lauten: Zwischen Monsunwald und Bergwüste, Ein Königreich im Wandel, Kulte und Kulturen sowie Wirtschaft und Entwicklung. Des Weiteren geht Wolf Donner ausführlich auf die schwierige, oft so erfolglose demokratische Entwicklung und die Rolle der Maoisten ein.



Die in der Edition Kathmandu von Philipp P. Thapa überarbeitete und aktualisierte "Nepalkunde" ist deshalb sehr zu begrüßen. Sachlich, informativ und dennoch gut zu lesen gibt der langjährige Landeskenner Wolf Donner dem Leser eine nüchterne Einführung in Nepals vielfältige Naturräume, Gesellschaft und Kulturen, Geschichte, aktuelle Politik und die wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Der leicht verständliche, reich bebilderte Text wird ergänzt durch ausgewählte Daten und Karten. Ein handliches Referenzwerk für Fachleute, beruflich und ehrenamtlich Engagierte und anspruchsvolle Reisende.

Bereits 2009 hatte Christian Kracht zusammen mit Eckhart Nickel seine "Gebrauchsanweisungen für Kathmandu und Nepal" veröffentlicht. Nun hat das Autoren-Duo seine Erzählungen von den Abenteuern und dem Zauber, der vom Leben in dem Himalayastaat ausgeht, überarbeitet und neu herausgegeben. "Die zwei Autoren schauen in die Seele des Landes", hieß es seinerzeit in der Presse, und der Verlag verspricht uns: "Wer mit Christian Kracht und Eckhart Nickel nach Nepal reist, wird zum Zeitzeugen und Zivilisationsforscher zugleich. Er ist mit den beiden vor Ort, als der letzte König mit einem Coup d'État die Macht ergreift – und kurz darauf die Monarchie ihr Ende findet. Der Leser erlebt die Reinkarnation Buddhas unter dem Geburtsbaum des Meisters. Trinkt Tee mit dem Maoisten Prachanda. Erfährt, wie der Alltag berühmter Hippies in der Freak Street aussah, warum mit Barney Kessel der Jazz nach Kathmandu kam und was man heute braucht, um preiswert eine eigene Fluglinie zu gründen. Warum man einmal im Jahr das Annapurnamassiv umrunden und zur heiligen Quelle von Muktinath pilgern sollte und wie der Geist von Hermann Hesse in Nepal fortlebt. Namaste!"



Sechs Wochen lang hat Winfried Lühr-Tanck Nepal mit dem Fahrrad bereist. Zwischen Kodari und Muktinath brachte er 1500 Kilometer hinter sich, sowohl auf perfekt geteerten Straßen als auch auf Schotterpisten. Eine Reise zu den höchsten Bergen und den freundlichsten Menschen der Welt – und auch zu sich selbst. "Nepal – Allein zwischen Himmel und Erde" ist kein klassischer Reiseführer, sondern ebenso der Versuch, "die Dinge hinter den Dingen zu finden", so Winfried Lühr-Tanck. Warum macht er das? Auf die Frage aus dem Publikum nach einer Diashow über Nepal antwortet der Autor: "Ohne Neugier, ohne Begeisterung für die Vielfalt dieser Welt, ohne die Bereitschaft, Strapazen auf sich zu nehmen, ja, ohne den Mut, ins 'kalte Wasser' zu springen, macht man das nicht!

Eigentlich hatte er von Kathmandu nach Lhasa fahren, zwischen den höchsten Bergen der Welt unterwegs sein wollen, aber kurzfristig geänderte Einreisebedingungen für Tibet, die Einzelreisen nicht mehr erlaubten, machten eine Änderung seiner Pläne nötig, denn mit einem Guide wollte er Tibet nicht bereisen. Also blieb er in Nepal und ist nachträglich froh darüber, denn – wie heißt es so schön: 'Jedes Ende trägt einen neuen Anfang in sich' – und welch einen Anfang! Nepal!

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Aktivitäten unserer Mitglieder

Seit 2006 bietet Kamal Niraula nepalesische Spezialitäten im Restaurant Om an.

Krisha Sthapit lehrt neben ihrem Studium an der TU Berlin Nepalesisch an der Sprachenschule Sprachenatelier.

Margot Jaffé aus Somborn betreibt am Fuße des Himalaya in Pokhara ein Hotel.

Rajendra Sthapit ist beeidigter Übersetzer für Nepalesisch und Referent für Landeskunde, Sprache und Übersetzung.

Das Reisebüro Nepal-Reisen von Klaus-Peter Graetz ist spezialisiert auf Trekking-Touren mit Schwerpunkt Asien.

Carola Neitzel spielt auf verschiedenen Theaterbühnen in Berlin und gibt Schauspielunterricht.

Alle weiteren Informationen zu den Aktivitäten unserer Mitglieder finden Sie hier.

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Kontakt:

Nepali-Deutsche Gesellschaft
Eosanderstraße 13
10587 Berlin

Berliner Sparkasse
Kontonummer: 730 030 547
Bankleitzahl: 100 500 00

Vereinsvorstand:

Vorsitzender : Torsten Frank
Stellvertreter: Birat Niraula
Geschäftsführer: Rajendra Sthapit
Schatzmeisterin: Andrea-Regina Lang

Newsletter August 2012


Deutsche Version

Sunset in Khopra

Content:


Message from the Editors
A Helping Hand
Newar Architecture
Appropriate Assistance
Literature from Nepal and about Nepal
Activities of our members

Message from the Editors

In future, we plan to produce a literature column with articles from and about Nepal. Dr. Johanna Wernicke-Rothmayer will be the editor. She has resided in Nepal for a number of years and was also responsible for the Literature Workshop "Whose citiy is this", a part of the UDLE project (urban development through local efforts).
Many people like to be helpful and we publish herewith two examples that describe how the idea has become a reality. A young German who is helping streets kids in Kathmandu and a Nepali who like to start a hospice care for Asian people in Berlin.
During an Nedeg event the new book of Prof. Dr. Niels Gutschow "the Archictecture of the Newars" has been presented by Dr. Heinrich Seemann - a very stimulating experience.
The editors of this Newsletter hope you enjoy reading more about Nepal.

The Nedeg newsletter will regularly report on cultural events and our project partners in Nepal, including dates and venues. If you are not receiving the newsletter directly, you may register here now. Relevant information regarding dates, events or new publications may be forwarded to: nedeg_redaktion@yahoo.com.

Editorial staff: Torsten Frank, Dr. Johanna Wernicke-Rothmayer, Andrea-Regina Lang, Don Baerg, Susan Evers


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Dr. Dharma Raj Bhusal

A Helping Hand

Hardly any of the young Nepalese who come to Germany to study will have considered the idea of growing old abroad or dying away from his or her country of birth. The building of a small hospice for Asians is just one of the projects that Dr. Dharma Raj Bhusal is engaged in. Dr. Bhusal studied law in Kathmandu, was in the Nepalese civil service and investigated white collar crime. He came to Germany ten years ago and received his PhD from the TU Chemnitz with his dissertation "Economic Crime: Law and Legal Practice in Nepal."




Because of his law studies many people have come to him for advice, help with their applications to the authorities, getting documents from Nepal, questions regarding residency permits, or simply to discuss daily life in Germany in order to better understand it. Dr. Bhusal has done this pro bono for many years. In order to give his work more structure, he last year founded SATHI, where advice is provided to all south Asian immigrants in need of it. Dr. Bhusal has opened a small office in the Nepali Griha restaurant, which he manages, and to which people can come who need advice and help. It has been Dr. Bhusal’s experience that such a drop-in center can tear down barriers.



From his work with those who come to him Dr. Bhusal has learned what can happen when Asian immigrants become seriously ill or are dying. There are problems understanding a foreign language when one is in an extreme situation, and not all hospitals are prepared to deal with different cultures, either regarding food or certainly not in assisting the dying. Along with "Dong Heng", an intercultural organization offering hospice care, has meanwhile provided hospitals with their contact information. Hospitals can turn to these two organizations when Asian patients are in need of this help.



The goal is to one day have a small hospice for Asians in Berlin. Dr. Bhusal says, "The space must be large because the families must be able to gather, as our tradition demands."
Dr. Bhusal would also like to make a contribution to his adopted country, Germany. "There is much that we as Asians can contribute. For example the value placed on the family. For us, all relatives belong to the family, be they grandparents, aunts and uncles or cousins. We feel that we belong together and that we must help each other.""

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Newar Architecture

Newar Architecture

To hear about the early stages of one of the most significant German projects in Nepal from someone how was actually there was truly something special. This was the thought that remained in the minds of those who attended the most recent NEDEG meeting.

The occasion of the event was the publication of a new book by the building historian Prof. Dr. Niels Gutschow. "Architecture of the Newars – a history of the building typologies and details in Nepal" presents the entire history of the Newar architecture. This is also his life's work. Niels Gutschow has participated in restoration projects in Nepal since 1971. For many years he has resided in the vicinity of Bhaktapur, often undertaking research in India, but still is engaged in activities in Europe. At the University of Heidelberg he is the coordinator of a project "Aspects of Authenticity in Architectural Heritage Conservation". Very few specialists from outside Nepal have been able to do so much for the country over such a long period of time.

Architecture of the Newars

A stroke of luck – if then this unusual undertaking is presented by someone a key impulse to one of the longest and most successful German development aid projects in Nepal, Bhaktapur Development Project, Dr. Heinrich Seemann, First Secretary in the German Embassy in Nepal from 1968 – 1972.
Kathmandu then possessed the character of a small city. A patchwork of green fields could be viewed across the fertile valley. German hippies imported countless small buses to Nepal on their journeys to enlightenment and drugs from 1968 onwards. These buses provided a network for local transportation in the Kathmandu valley.

Patan, Vishveshvara Tempel

The President of Germany, Heinrich Lübke, visited Nepal in the late 1960s. That was a premiere: the first landing of Boeing 707 in the valley, one of the largest passenger jet planes of the time. The runway was actually too short for such a plane. The whole city anxiously observed the landing, and the marvelous wonder of the pilots was recalled years afterwards.
In 1970, the Federal Republic of Germany, due to an incentive from Nepal experts, gave the Crown Prince Birendra a very original present: financing of the restoration of the Pujari Math, a former priest residence in Bagthapur. Among these experts were Niels Gutschow and Heinrich Seemann whose paths crossed at the time. Niels Gutschow had already been in Nepal in 1962 and had published some articles on the preservation of historic buildings. Together with the efforts of Heinrich Seemann he had found an enthusiastic supporter of his plans in the Foreign Ministry.

Kathmandu, Svayambustupa

The restoration of Pujari Math merged later with the Bhaktapur Development Project (1974 – 1986), which not only became a visible object for local residents and tourists, but also contributed to the economic development. The continuance of significant historic structures and the restoration of the entire traditional craftsmanship in the building sector are the vital merits of the project.
Dr. Heinrich Seemann was not only able to energetically report on these times but could also draw upon his own vast experience as Attaché in Japan, German Ambassador in Mali and Indonesia. He is the author of many publications on these countries which cover his professional career. It was obvious, however, that Nepal had been a special, very formative station for him.
Especially pleased with this event was the present Ambassador of Nepal in Germany, Suresh Prasad Pradhan, together with his wife and daughter, who were honorable guests on this evening.


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Katharina Scholl

Appropriate Assistance

Is it the smiles on their faces, is it the obvious visible poverty which is evident as a contradiction to the friendly attitude of the inhabitants – many German people who have returned from Nepal are charmed by this country and its people. Many become enthusiastically engaged in activities that relate to Nepal. A German entrepreneur, upon return founded a children's home in Nepal; a nurse began to collect medications for Nepal; year after year many women collect money at a bazar for the Women's Foundation; a group of women in Dortmund have assisted leprosy-effected for decades. A list of the many diverse private initiatives would fill a book.
Every individual involvement has a story and an explanation or a reason. This assistance does not take place from country to country, but rather outside the realm of official government regulation, from person to person. A great deal of aid divided among many people. Can there be a better principle of distribution? Often, simply personal encounters spark or activate an impulse.

We would like to relate one of these stories:

When Katharina Scholl came to Nepal last year it was supposed to be a transit station for her tour of Asia. She had planned to stay several weeks, enjoy her days there, and become acquainted with the country and people.
The municipality of Thamel in Kathmandu with its touristic infrastructure, hotels, restaurants, shops was her first object of interest. The orphan boys living on the streets for decades very soon became quite noticeable. This quarter with its neon lights and swarms of tourists remain a key attraction. Various groups of these neglected young people sit at the entrance of the district passing around plastic bags containing glue.

Raju and Katharina

As Katharina recollected, "the need to help these children arose quickly". She very soon realized that this is not so easy. "Most children and young people do not desire to trade the freedom of the street for a place in a formal organization, since this brings rules and obligations with it."
She learned that it is important to approach everyone's fate individually, and this takes a great deal of time. Often these children have no adult who can function as an example, to provide honest care over them. She became a friend of Raju who was 16 years old at that time and was found in the streets of Kathmandu. During his entire life he had lived in various homes sponsored by different organizations but had never offered him a "real home". For five years he had lived on the street where drugs, hunger and violence ruled.

Raju

Katharina arranged a place for him to live and searched for a school. That her travel budget became exhausted was irrelevant. "In the end I feel good and so I would like to provide more people with better chances in life."

A flat mate who knows about her involvement with children and education informed her about someone else's fate. The little girl is ten years old. Her father left the family and her mother died a short time later. The girl was lucky in that a foster family took her in but had no finances available for her further education. This can lead to the case whereby the girl will soon be married to a man who has no job. A spiral of violence and alcohol can thereby result. Katharina realizes that education is the only way for Anjali to escape from this fate.

Anjali

When she came back to Berlin Katharina not only had gained a host of experiences but returned with considerable responsibility. She now has to take care of two children, pay monthly school fees, uniforms, rent and food. This adds up to € 200. Her family and friends help her with this added burden.
She has posted her project on betterplace.org. Donors are hereby recruited. All the donations are transferred to the project sponsors or those responsible for the endeavor. The appropriate recipient is obligated to use the money precisely for the activity that has been outlined in the project description.
Information about the project and ways to financially assist are explained at betterplace.org under the caption "Raju".


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Practical Instructions for Kathmandu and Nepal

Literature from Nepal and about Nepal

At this point we would like to introduce an occasional series on literature from and about Nepal - recent publications and translations into German or (as in this issue) on two updated and new re-edited versions and a journey through Nepal by a very unique means of travel - with a bicycle.

Nepal - in the shadow of the Himalayas

"Nepal - im Schatten des Himalaya" (Nepal - in the shadow of the Himalayas) by Dr. Rolf Donner has been out of print for a number of years. Furthermore, the political situation in Nepal has completely changed. The Himalayan country between India and Tibet has decisively distanced itself from its image as a peaceful, tolerant holiday paradise. How is an armed upheaval connected with its landscape and history? Why is Nepal after decades of development aid still one of the poorest countries on Earth? Titles of some sections of the book are: Between monsoon forest and mountain desert; A kingdom in change; Cults and culture; The economy and development. Moreover, the author tackles the difficult and unsuccessful democratic development and the appearance of the Maoists.

Nepalkunde

From Edition Kathmandu, Philipp P. Thapa has revised and updated his publication entitled "Nepalkunde", which is a very welcome work. Objective, informative and easy to read, the long-time expert on Nepal offers the reader a down-to-earth introduction to Nepal's manifold natural spaces, the society and cultures, her history and current events and economic development. The easy understandable, richly illustrated text is supplemented by carefully selected data and maps. It is a very manageable reference work for specialists, academicians and independently involved enthusiasts and critical and sophisticated travelers.

In 2009, Christian Kracht, together with Eckhart Nickel, published his "Practical Instructions for Kathmandu and Nepal". The authors have issued a totally revised version of the recollections by adventurers and the magic that arises in this bizarre Himalayan country. The press once heralded "the two authors' insight into the soul of the country" and the publishers promise, "whoever travels with Christian Kracht and Eckhart Nickel to Nepal will become a contemporary witness and simultaneously a civilization researcher. The reader will be with both of them when the last king takes power via a coup d'tat - and shortly thereafter the monarchy comes to an end. The reader experiences the reincarnation of Buddha under the tree of the birth of the master, drinks tea with the Maoist Prachanda; discovers everyday life of famous hippies in Freak Street, why jazz came to Kathmandu with Barney Kessel and what one needs to establish an own airline in an economic manner; why one circumnavigates the Annapurna massive once a year and why one should take a pilgrimage to the holy springs of Muktinath and how the spirit of Hermann Hesse lives on in Nepal. Namaste!"

Nepal - alone between heaven and earth

For six entire weeks Winfried Lühr-Tanck toured Nepal with a bicycle. Between Kodari and Muktinath he managed to cover 1,500 Km on both perfectly paved highways and gravel roads. A journey to the highest mountains and the most friendly people in the world - and back to himself.

"Nepal - alone between heaven and earth" is not merely a classical travel guide, but an attempt "to find the things behind the things", says author Winfried Lühr-Tanck. Why does he do this? In answer to the question of the audience in a slide show on Nepal, the author replies, "without curiosity, without enthusiasm for the multifarious nature of this world, without the willingness to undertake extreme strain, yes, without the courage to jump into cold water one does not do this!"

Actually, he had wanted to travel from Kathmandu to Lhasa into the highest mountains of the world, but on short notice the conditions for entry into the country were changed. Since individual entry was no longer permitted, he was forced to alter his plans. He did not want to travel in Tibet with a guide. Thus, he remained in Nepal and is happy about it, in retrospect, since, "How can I say it better - every ending carries with it a new beginning - and what a new beginning! Nepal!"


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Activities of our Members

Since 2006, Kamal Niraula is offering Nepalese specialties at the restaurant Om.

Anlongside her studies at the TU Berlin, Krisha Sthapit teaches Nepalese at the language school Sprachenatelier.

Margot Jaffé from Somborn runs a hotel at the foot of the Himalayas in Pokhara.

Rajendra Sthapit is a certified translator for Nepalese and a consultant for geographical studies, language and translation.

Klaus-Peter Graetz' travel agency Nepal-Reisen specializes in trekking tours with focus on Asia.

Carola Neitzel performs on several different theatre stages in Berlin and teaches acting classes.

Any further information regarding our members' activities you'll find here.

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Contact

Nepal-German Association
Eosanderstraße 13
10587 Berlin

Bankaccount
Berliner Sparkasse
Account number: 730 030 547
Bank code: 100 500 00

Executive

Chairman : Torsten Frank
Vicechairman: Birat Niraula
Generalmanager: Rajendra Sthapit
Treasurer: Andrea-Regina Lang

© 2006-2016 NEDEG e.V. letzte Aktualisierung: Dezember 2016.