Newsletter Mai 2013


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Astam

Die Themen:

Newsletterredaktion
Kunstausstellung in Berlin "Nature Speaks"
Galerie RO in Lübbenau
Literatur aus Nepal – und über Nepal
Aktivitäten unserer Mitglieder

Newsletterredaktion

Liebe Leser,
wer die Nachrichten über Nepal verfolgt, kann schnell den Eindruck gewinnen, dass der Alltag dort beschwerlich sein muss. Eine andere Welt zeigen die Facebook-Nachrichten der nepalesischen Freunde: Sie zeigen freudestrahlende Menschen während des Holi-Festivals mit rot gefärbten Gesichtern oder fröhliche Teilnehmer auf einer der vielen Partys in Kathmandu.
Auch bei uns lesen Sie Neuigkeiten jenseits der allgemeinen Nachrichtenlage. Mit Fotos aus der Berliner Ausstellung der Künstlerin Ragini Upadhyay Grela geben wir einen Einblick in aktuelle nepalesische Malerei, und wir berichten über Nepalfreunde im schönen Ort Lübbenau in Brandenburg. Unsere Literaturkritik stellt diesmal eine deutsche Neuerscheinung über ein Adoptivkind vor, das als Erwachsene aus der Schweiz nach Nepal zurückkehrt.
Wie immer wünschen wir viel Freude beim Lesen!

Karneval der Kulturen Berlin 2013
Gratulation an die nepalesischen Studenten in Deutschland für die hervorragende Darbietung.




Das Newsletter-Team
Der Nedeg-Newsletter berichtet regelmäßig über kulturelle Themen und über unsere Projektpartner in Nepal und weist auf Termine hin.
Wer den Newsletter noch nicht direkt zugesendet bekommt, kann sich hier anmelden.
Wichtige Hinweise auf Termine, Veranstaltungen oder neue Publikationen senden Sie bitte an nedeg_redaktion@yahoo.com.

Newsletter-Redaktion: Torsten Frank, Dr. Johanna Wernicke-Rothmayer, Andrea-Regina Lang, Don Baerg, Susan Evers

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Ragini Upadhyay Grela

Kunstausstellung in Berlin "Nature Speaks"

Ragini Upadhyay Grela gehört zu einer kleinen Gruppe von international bekannten nepalesischen Künstlern. Zum zweiten Mal wurden jetzt ihre Arbeiten in Berlin vorgestellt.
In der Schule wurde ihr Talent zum Malen entdeckt. Ihre Grundausbildung erhielt sie in Indien. Danach folgten Stipendien in England und in Deutschland. Das Zusammentreffen mit internationalen Künstlern half ihr, versteckte Talente zu entdecken und in ihren Arbeiten zu inspirieren. Sie begann als Malerin, gewann aber durch die Zusammenarbeit mit Künstlern in England und Schottland Interesse an Drucktechniken.
Die Ausstellung in Berlin in der kleinen Galerie "Namaste" zeigte das neuste Werk "Nature Speaks". Inspiriert wurden die Arbeiten von den Auswirkungen der fortlaufenden Umweltzerstörung: der Abholzung der Wälder, der Luftverschmutzung durch den Autoverkehr und der Vermüllung der Flüsse. In der Eröffnungsansprache sagte Ragini, dass ihr bei ihren Arbeiten immer ein Gedanke wichtig war: "Der Mensch kann nicht ohne die Natur leben, aber die Natur kann ohne den Menschen sein." In ihren Arbeiten ist zu spüren, dass sie sich in die Natur hineinversetzt hat, der Natur eine eigene Position gegeben hat.

Nature Speaks

Sie selbst sagt dazu: "Ich kann nicht helfen, aber ich spüre den Ärger der Natur. Die Natur gibt zurück, was wir ihr antun. Meine Bilder sind eine Übersetzung von dem, was mir die Natur erzählt." Die verwendete Symbolsprache stammt aus dem hinduistischen/buddhistischen Kulturkreis: Lotusblüten, Sonnenzeichnen, mehrarmige Götter, Buddhafiguren, Pfaue, Stupas.
Die teilweise sehr großen Gemälde der Serie "Nature Speaks" konnten im Rahmen dieser Ausstellung nicht nach Berlin transportiert werden. Um sie zu präsentieren, gab es handkolorierte Drucke. Daneben wurden Aquarelle ausgestellt. Ragini bezeichnet die Aquarelle nach dem Namen des Heilkrauts als "Tulsi"-Zeichnungen. Eines der Bilder zeigt Bäume mit hohen Stöckelschuhen. Die Bäume scheinen von uns Menschen wegzulaufen.
Die Ausstellung wurde am 3. März 2013 durch den nepalesischen Botschafter in Deutschland, Suresh Pradhan, und dem ehemaligen Leiter der GTZ Nepal, Dr. Thomas Labhan, eröffnet.
Wer mehr wissen will, kann sich ein Interview in englischer Sprache anhören, das Ragini in Berlin der BBC zum Thema "Weltfrauentag" gegeben hat.


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Galerie RO in Lübbenau

Es scheint so etwas wie einen "Nepal-Virus" zu geben: Deutsche, die Nepal besuchen, werden davon betroffen und beginnen, ihr Leben mit Nepal zu verknüpfen. Nicht nur die Landschaft oder die Berge, auch die Menschen und ihre Lebensart sind es, die tiefliegende Sehnsüchte wecken. Oftmals entsteht daraus jahrelanges hilfreiches Handeln, von dem beide Seiten profitieren.
Fernab vom pulsierenden Berlin, im Spreewald, wo im Sommer Tausende Touristen mit Kähnen durch die Landschaft gestakt werden, ist in Lübbenau ein kleines Stück "Nepal" entstanden. Die Galerie RO verkauft Handgemachtes aus Nepal. Im Sommer gibt es hier Hoffeste mit nepalesischem Essen, und Besitzerin Dorit Robarick erzählt, stilecht in nepalesischer Kleidung, von Nepal und ihren Begegnungen dort.



Was zieht jemanden, der im flachen Lübbenau aufgewachsen ist, auf die Berge Nepals?
Es gibt Geschichten, in denen reihen sich Ereignisse wie eine Perlenkette aneinander und ergeben erst in der Rückbetrachtung einen Sinn: Mit dem Ende der DDR öffnet sich für Dorit Robarick die Möglichkeit, neue Länder kennenzulernen. Bei ihrer ersten Wanderreise in Gomera erzählten ihr zwei ältere Damen während der gesamten Reise vor allem davon, wie schön Nepal ist. Ein besonderes Datum, den 9.9.1999, nahm sich Dorit Robarick zum Anlass, auch eine ebenso besondere Reise zu machen. Beeinflusst von den Erzählungen der Mitreisenden in Gomera stand die Wahl fest - Wandern in Nepal. Die Herausforderung war beinahe zu groß: Vom flachen Brandenburg direkt auf die anspruchsvolle Wanderroute von Jiri über Sunbesi zum Kalinchok. Die Wandergruppe war zu groß, die Tagesstrecken erschöpfend und die Eindrücke irritierend. Erst zu Hause in Lübbenau würde ihr klar, dass sie Nepal noch mal in Ruhe bereisen muss. Für die dritte Reise nach Nepal begann sie bereits, bei den örtlichen Ärzten Verbandsmaterial, Elastikbinden und andere medizinische Güter einzusammeln und mit in ihr Reisegepäck zu nehmen. Das Ergebnis war Übergepäck und eine Rechnung von 198 Euro. Bis heute kann sie nicht verstehen, wie abgebrüht das Flughafenpersonal auf den Mülleimer zeigte, wohin sie das in Nepal dringend benötigte Verbandsmaterial entsorgen sollte, falls sie nicht die hohe Summe sofort am Flughafen bezahlen würde. Auf dem Rückweg von Nepal nahm sie handgewebte Tücher mit, um die Kosten für das Übergepäck wieder zu verdienen. Die Tücher stellte sie in ihrer Bildergalerie aus, die sie damals in Lübbenau betrieben hatte. Zu ihrer Verblüffung waren alle Tücher innerhalb eines Monats verkauft.



Mittlerweile hat sie den Laden so umgestaltet, dass überwiegend Waren aus Nepal angeboten werden. Nur im hinteren Teil rahmt die gelernte Tischlermeisterin Bilder in eigener Werkstatt nach Kundenwunsch.
Bei ihren Touren in Nepal hat sie gelernt, mit den Lieferanten zu verhandeln und versucht, so viele wie möglich zu treffen. Nur ausgesuchte Designmode und besonders kunstfertige Produkte bietet sie in ihrem Laden an. Die Kunden wissen das zu schätzen.



Zu Anfang von vielen befremdlich beäugt, sind die Galerie und die Veranstaltungen mittlerweile eine Institution im Ort geworden. Schulen und Seniorenresidenzen, Gasthäuser und Bibliotheken aus dem Umland fragen an, ob Dorit nicht auch dort von Nepal erzählen kann. Gerne tut sie das. Sie wickelt dann ihren Sari, nimmt ihren Zettel mit den Stichworten und beginnt frei zu erzählen. Die Stichworte dienen nur dazu, "den Redefluss zu bremsen und zu lenken", bemerkt sie dazu. Denn Geschichten hat sie genügend erlebt bei ihren langen Reisen durch Nepal, die sie jedes Jahr unternimmt. "Früher hatte ich richtig Schwierigkeiten, vor Menschen auch nur eine Ansage zu machen, heute kann ich vor Hunderten von Menschen frei erzählen", stellt sie selbst mit einer gewissen Verblüffung fest.
Nun ist es vor allem diese Fähigkeit, die diesen Ort zu etwas Besonderem macht. Die Sommerveranstaltungen sind sehr beliebt und immer überfüllt. Die Besucher sitzen dicht gedrängt auf dem Hof zwischen alten, stilgerecht restaurierten Fachwerkgebäuden. Nur allzu gerne weist Dorit zu Anfang darauf hin, doch einmal seinen Banknachbarn zu begrüßen. "Viele Besucher nehmen dann erst wahr, wer eigentlich neben ihnen sitzt", bemerkt sie und weist darauf hin, dass dies in Nepal sicherlich nicht so wäre. Am Ende der Veranstaltung gibt es Tee. Menschen kommen hier miteinander ins Gespräch und haben Freude an den neu entstandenen Kontakten. Das lebendige Sprachgewirr und das Lächeln in den Gesichtern der Besucher im Ladenhof erinnern dann an Nepal.

Galerie RO
Dorit Robarick
Apothekengasse 1
03222 Lübbenau


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Zanskar und ein Leben mehr

Literatur aus Nepal – und über Nepal

"Wirklich ist, was wirkt."
Das sagt die Klostersekretärin zu der Naturwissenschaftlerin aus der Schweiz, wenn die wieder einmal auf ihren objektiven Fakten beharrt und sich darüber hinaus eine andere 'Wirklichkeit' nicht vorstellen kann.
Um diese 'andere' Wirklichkeit geht es zumeist in den Büchern der Autorin Ulli Olvedi. Und um das Aneinandergeraten von westlicher und östlicher Denkweise. Dabei lässt sie gerne unsere moderne westliche Welt und sowohl eine östliche heutige als auch eine vergangene Welt aufeinandertreffen und bietet aus immer wieder neuen Perspektiven Einblicke in den tibetischen Buddhismus. Ihre Protagonistinnen haben einen rebellischen Charakter und einen scharfen Verstand, sie stellen kritische Fragen und reagieren empört auf Ungerechtigkeiten. Selbst meist vor dem Aufbruch in einer Sinnkrise oder an einem Tiefpunkt im Leben angelangt, sind sie auf der Suche nach einem Halt im Leben, nach einer spirituellen Heimat, nach einem Platz, wo sie hingehören – oder manchmal auch ganz konkret nach einem aus einem Kloster entwendeten alten Thangka, nach einem desinteressierten Vater oder nach der verschwundenen Mutter - wie in ihrem neuen Roman: Zanskar und ein Leben mehr.
Eine junge Wissenschaftlerin aus der Schweiz fliegt nach Nepal, da überraschend Tagebücher ihrer Mutter aufgetaucht sind. Aus ihnen erhofft sie sich Antworten auf die Fragen, warum die Mutter sie als Kind zurückgewiesen und vor zehn Jahren die Familie verlassen hat. Pema-Marie – der Name soll die Ost-West-Verbindung der tibetischen Mutter mit dem Schweizer Vater ausdrücken, doch die junge Frau steht dem nepalischen Chaos anfangs fassungslos gegenüber, sieht nur verdrecktes Wasser, schlechte Luft und ständigen Stromausfall, einen drohenden Bürgerkrieg oder gar einen maoistischen Einheitsstaat. Dazu kommt ein Ehemann, der sie unbedingt begleiten wollte, obwohl es in der Ehe kriselt und sie sich den Tagebüchern der Mutter viel lieber erst einmal alleine gestellt hätte.

Ulli Olvedi

Im Folgenden entfaltet sich der Roman auf zwei Erzählebenen: Die eine bleibt in der Gegenwart bei der Tochter und ihrer Auseinandersetzung mit dem eigenen und dem Schicksal der Mutter und natürlich vor allem mit der Beziehung zur Mutter, mit dem Buddhismus und mit Nepal; die andere folgt anhand der Tagebuchhefte den Spuren der Mutter, wo die Autorin auf sehr geschickte Weise ein überaus eindrucksvolles persönliches Schicksal mit einer Reise in eine faszinierende Welt im westlichen Himalaya verwebt:
Das Waisenmädchen Dölma wurde von einem Schweizer Ehepaar adoptiert, die Eltern sind auf der Flucht aus Tibet ums Leben gekommen. Brav passt sich die kleine Tibeterin in die begüterte Schweizer Lebenswelt ein, brav heiratet sie den Mann, den die Adoptiveltern für den richtigen halten, brav bekommt sie ein Kind - und kann es nicht lieben und nicht annehmen, genauso wenig wie sie ihr Leben in der Fremde länger ertragen kann. Sie bricht auf nach Nepal und glaubt 'heim'zukommen, doch es ist eine fremde Welt, in die sie kommt, und sie ist darin genauso fremd wie sie es vorher bei fremden Eltern war: eine tibetische Europäerin, die sich tibetisch verkleidet. Dieser Konflikt, obgleich nur kurz aber doch sehr intensiv angesprochen, hat mich persönlich stark berührt, denn es ist der Konflikt vieler Adoptivkinder, die sich irgendwann damit auseinandersetzen müssen, welcher der beiden Welten sie angehören oder schmerzlich feststellen müssen, dass es keine von beiden ist.
Aus der Erzählkonstruktion der Fremden im eigenen Land ergeben sich interessante Konstellationen, denn die Figur der Dölma unterscheidet sich äußerlich nicht von einer einheimischen Tibeterin, ist jedoch innerlich eine unerfahrene westliche Touristin. Aus dieser Verbindung von tibetischem Aussehen und westlichem Denken kann sich natürlich – da Dölma auch tibetisch spricht – eine ganz andere Nähe zu den Exil-Tibetern in Nepal entwickeln. Sie kann weiterreichende Fragen stellen und tiefer eindringen, kann und wird immer mehr erfahren als eine rein westliche Romanfigur dies glaubwürdig tun könnte.
Und je weiter Dölma in die Welt des Buddhismus eindringt, desto intensiver wird ihre Auseinandersetzung mit den Fragen des – ihres – Lebens, worüber sie in einem Nonnenkloster in Sanskar im westlichen Himalaya schließlich Klarheit erlangt und wo sich nach der Begegnung mit einer Dakini ihr weiterer Lebensweg entscheidet.
Auf diese Weise erfährt der Leser viel über den Buddhismus und erlebt mit der Novizin auf Zeit einen eindrucksvollen Winter in dem tibetischen Nonnenkloster – wobei die Autorin durch ihre westlich denkende Dölma auch nicht mit Kritik am harten Alltag der Nonnen und gegenüber dem von Mönchen schreiend ungerechten Leben der Nonnen zurückhält.
Auch wenn ich angesichts der vielen Versuche, die Pema-Marie als Tochter unternimmt, die Mutter zu begreifen und ihre Ehe zu retten, die beängstigende Stadt und das chaotische Land zu verstehen, wenn sie übersinnliche Erfahrungen bei einem Schamanen hat und hellsehende Nonnen in ihre Zukunft schauen, auch wenn ich da manchmal mit ihr sagen wollte: "Mir fliegt der Kopf weg, (…) Es ist alles zu viel." – auch dann ist es ein Buch, in das ich mich hineinversetzen konnte, weil es ungewöhnliche Lebensgeschichten gut erzählt, buddhistische Religion und Mystik verständnisvoll vermittelt, neugierig auf Vertiefung macht - und darüber hinaus wunderbar spannende Unterhaltung ist.

Ulli Olvedi: Zanskar und ein Leben mehr
Roman 332 Seiten ISBN 978-3-426-29202-0
München: O. W. Barth Verlag 2013

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Aktivitäten unserer Mitglieder

Seit 2006 bietet Kamal Niraula nepalesische Spezialitäten im Restaurant Om an.

Krisha Sthapit lehrt neben ihrem Studium an der TU Berlin Nepalesisch an der Sprachenschule Sprachenatelier.

Margot Jaffé aus Somborn betreibt am Fuße des Himalaya in Pokhara ein Hotel.

Rajendra Sthapit ist beeidigter Übersetzer für Nepalesisch und Referent für Landeskunde, Sprache und Übersetzung.

Carola Neitzel spielt auf verschiedenen Theaterbühnen in Berlin und gibt Schauspielunterricht.

Alle weiteren Informationen zu den Aktivitäten unserer Mitglieder finden Sie hier.

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Kontakt:

Nepali-Deutsche Gesellschaft
Eosanderstraße 13
10587 Berlin

Berliner Sparkasse
Kontonummer: 730 030 547
Bankleitzahl: 100 500 00

Vereinsvorstand:

Vorsitzender : Torsten Frank
Stellvertreter: Birat Niraula
Geschäftsführer: Rajendra Sthapit
Schatzmeisterin: Andrea-Regina Lang

Newsletter May 2013


Deutsche Version

Astam

Content:


Message from the Editors
Artexibition in Berlin "Nature Speaks"
Galerie RO in Lübbenau
Literature from Nepal and about Nepal
Activities of our members

Message from the Editors

Dear Readers,
when one follows the news reports about Nepal, the impression one receives is that it has become very difficult to live in Nepal. Facebook inputs from Nepali friends show another side of the picture: friendly red-painted faces during the Holi festival and happy smiles at one of the numerous celebrations in Kathmandu.
We also have compiled some interesting stories beyond the typical news headlines. We show photos of the Berlin exhibition by the artist Ragini Upadhyay Grela, and reports about friends of Nepal in the beautiful town of Lübbenau in Brandenburg. A new book about an adopted child who returns to Nepal as an adult was recently published. Please read the critique on these themes. As always, we hope you enjoy reading the news we produce.

Carneval of cultures Berlin 2013
Congratulation to the Nepalese Students in Germany for the great performance.





The Newsletter Team
The Nedeg newsletter will regularly report on cultural events and our project partners in Nepal, including dates and venues. If you are not receiving the newsletter directly, you may register here now. Relevant information regarding dates, events or new publications may be forwarded to: nedeg_redaktion@yahoo.com.

Editorial staff: Torsten Frank, Dr. Johanna Wernicke-Rothmayer, Andrea-Regina Lang, Don Baerg, Susan Evers


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Ragini Upadhyay Grela

Art Exhibition in Berlin – "Nature Speaks"

Ragini Upadhyay Grela belongs to a small group of internationally recognized Nepalese artists. This is the second time that her work has been exhibited in Berlin.
Ragini’s talent for painting was recognized when she was in school. She was educated in India, then received grants to study in England and Germany. Meeting artists from other countries inspired her and helped her to discover hidden talents. She started out as a painter but through working with artists in England and Scotland she developed an interest in printmaking.
In the exhibition "Nature Speaks" at the Gallery ‘Namaste’, one can see her most recent works, which were inspired by the effects caused by continuous damage to the environment, such as deforestation and air and water pollution. Speaking at the opening, Ragini said one thought is always important in her work, that man cannot live without nature but nature can exist without man. One senses in her work that she understands nature and gives it special importance. She commented, “I can’t help it, but I feel nature’s anger. Nature gives back what is done to her. My pictures are a translation of what nature tells me.” The iconography comes from Hinduism and Buddhism: lotus flowers, sun signs, multiple-armed gods, Buddha figures, peacocks and stupas.

Nature Speaks

Some of the paintings in the series ‘Nature Speaks’ are quite large and couldn’t be brought to Berlin for this exhibition, but one can see them in the form of hand-colored prints. Also included are watercolors, which Ragini titled ‘Tulsi’ drawings, named for the medicinal herb. One of the pictures is of trees in high heels. The trees appear to be running away from us humans.
The exhibition was opened on March 3 by Nepal’s ambassador to Germany, Suresh Pradhan, and by the former director of GTZ Nepal, Dr. Thomas Labhan.
For more information, listen to the artist’s BBC interview, done in English here in Berlin on the occasion of World Women’s Day.

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Galerie RO in Lübbenau

There appears to be something one would call a "Nepal virus": Germans who visit Nepal become affected and start to associate their lives with the country. Not only the alluring landscape or the towering mountains, but also the enchanting people and their lifestyle stir up a deep longing. Frequently, long-term, favorable mutual associations and actions are thereby created.
Far away from pulsating Berlin, in Spreewald where thousands of tourists are poled in small traditional punts through the picturesque panoramas, a tiny fragment of Nepal has been established in Lübbenau. The Galerie RO sells handmade articles from Nepal. During the summer, courtyard festivals are organized with typical Nepali food, and shop owner Dorit Robarick reports, dressed in authentic Nepali costumes, on Nepal and her encounters in this remote country.



What could attract someone who grew up in the flatlands of Lübbenau to the mountains of Nepal?
There are stories in which experiences come together like a pearl necklace, and only after serious reflection actually make sense: With the passing of East Germany the door was opened for Dorit Robarick to become acquainted with new countries. While on a hiking tour on La Gomera two elderly women continually told her during the entire trip about how beautiful Nepal is. On a special day, 9th September 1999 (9-9-99), Dorit Robarick took it upon herself to undertake such a journey. Influenced by the tales of her traveling companions on Gomera, the choice had already been made - hiking in Nepal. The challenge was enormous: From flat Brandenburg directly to the demanding trekking route from Jiri via Sunbesi to Kalinchok. The troop was too large, the daily tour too tiring and the impressions quite irritating. When she returned home it was evident that she would have to travel in Nepal in a more peaceful, composed manner. In preparation for the third tour to Nepal she began to collect bandages, elastic bands and other medical supplies from local doctors to take along in her luggage. The result was overweight and a bill for €198. Until today she cannot understand how the airport personnel callously pointed to the rubbish bin where she could deposit such urgently needed medications, if she was not prepared to pay such a high price directly at the airport. On her return trip from Nepal she brought back hand-woven fabrics in order to cover the cost of the overweight. She put the textiles and paintings on display in her gallery that she was then managing in Lübbenau. To her surprise, all the items had been sold within a month.



In the meantime she has reorganized her shop to accommodate primarily goods from Nepal. In the rear section she, as a trained master joiner, frames pictures according to the wishes of her customers. During her tours to Nepal she has learned to deal with suppliers and to meet as many people as possible. Now only specifically designed fashions and skillfully made products are on offer in her shop, and the customers know how to appreciate this.



Initially eyed with bewilderment, the gallery and various associated events have become an institution in the town. Schools and senior residences, guest houses and libraries in the vicinity request Dorit to hold talks on Nepal. She is very pleased to comply. She wraps herself in a sari, takes up her notes and starts telling her stories. The list of keywords only serves "to slow and direct the flow", she remarks. She has plenty of stories of her experiences from extended travels throughout Nepal which she undertakes every year. "Earlier on I had real difficulty only to make an announcement in an audience; today I can speak extemporaneously in front of hundreds of people", she manifests with a certain degree of astonishment. It is particularly this attraction that makes the town something special. The summer events are very popular and always filled to capacity. The audience sits closely packed in the courtyard between ancient skillfully restored timber-frame buildings. Dorit enjoys requesting the visitors to greet their neighbors on the benches at the beginning. "Many people in the audience actually then first become aware of who is sitting beside them", she remarks, and points out that this would be not be the case in Nepal. Tea is served after the meeting. People have a chance to come closer to each other and enjoy newly established contacts. The lively jumble of conversation and the smiles on their faces remind one of Nepal.

Galerie RO
Dorit Robarick
Apothekengasse 1
03222 Lübbenau



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Zanskar and One Life More

Literature from Nepal and about Nepal

"Reality is What Works"
So says the secretary of the cloister to the Swiss scientist when she once again insists on objective facts and can’t imagine another 'reality'.
This 'other' reality is one of the principal subjects in the books of Ulli Olvedi, the other being the clash between western and eastern ways of thinking. To facilitate this she brings together our modern western world and the contemporary eastern one as well as the world of the past, while offering new insights into Tibetan Buddhism. Her female protagonists, who have a rebellious character combined with a keen understanding, pose critical questions and react angrily to injustice. At a point of crisis in their lives, they’re searching for something to hold onto, a spiritual retreat, a place where they belong, or often for something concrete like a tangka that has disappeared from a cloister, or a distant father or a missing mother—as in her new novel Zanskar and One Life More.
A young scientist from Switzerland flies to Nepal after her mother’s journals suddenly turn up. She hopes to find answers to her questions in them—why did her mother reject her and why did she leave the family 10 years ago? Pema-Marie, whose name represents the east-west union of her Tibetan mother and Swiss father, is at first stunned by the chaos in Nepal, seeing only unclean dirty water, polluted air, electricity blackouts, an impending civil war or possibly even a centralized Maoist state. There is also a husband who wants to accompany her, though their marriage is approaching a crisis and she would rather confront her mother’s journals alone.

Ulli Olvedi

The novel develops on two narrative levels. One, set in the present, concerns the daughter and her confrontation with her own as well as her mother’s fate and in particular deals with the relationship between daughter and mother, with Buddhism and with Nepal. The other traces, through the journals, the story of the mother, which the author skillfully weaves together with a journey into a fascinating world in the western Himalayas.
Dölma, whose parents died as they fled Tibet, was adopted by a Swiss couple. The little Tibetan girl adjusts well to life in Switzerland, marries a man her adoptive parents approve of and gives birth to a child, but she can neither love nor accept the child and can no longer tolerate her life in a foreign land. She takes off for Nepal, believing she will feel like she belongs there, but it is as strange to her as her life in Switzerland.
She is a Tibetan European, disguised as a Tibetan. This conflict, briefly but intensively addressed, was for me very poignant, since it is one that many adopted children at one time or another experience; they have to figure out to which world they belong or to painfully admit that they belong to neither. Out of the narrative construct of the stranger in his/her own country come interesting situations, as the figure of Dölma isn’t outwardly different from native Tibetans although inwardly she is an inexperienced western tourist. This combination of appearing Tibetan and speaking the language but maintaining a western way of thinking enables her to develop an entirely different relationship with exiled Tibetans in Nepal. She can ask probing, far-reaching questions and press more deeply and can experience more than a fictional western character could believably do. And the more deeply Döelma enters into the Buddhist world, the more intense is her confrontation with her own life, about which she achieves clarity, and she’s able to finally decide on her future after meeting a Dakini in a cloister for nuns in Zanskar, located in the western Himalayas. The reader learns a great deal about Buddhism and experiences along with the novice an impressive winter in the Tibetan cloister. The author, by means of Dölma’s western way of thinking, doesn’t hold back in her criticism of the nuns’ difficult daily lives and the unfairness they experience compared to the monks.
In the light of the many attempts that Pema-Marie makes to understand her mother, save her marriage and come to grips with the alarming city, the chaotic country, the experiences she has with shamans and with the clairvoyant nuns who read her future, I sometimes wanted to say along with her—"It’s too much!"" But this is a book in which I could imagine myself because it tells unusual life stories so well, makes Buddhism and mysticism understandable and because it’s wonderful, fascinating entertainment. <

Ulli Olvedi: Zanskar und ein Leben mehr
Novel, 332 pages ISBN 978-3-426-29202-0
Munich: O. W. Barth Verlag 2013

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Activities of our Members

Since 2006, Kamal Niraula is offering Nepalese specialties at the restaurant Om.

Anlongside her studies at the TU Berlin, Krisha Sthapit teaches Nepalese at the language school Sprachenatelier.

Margot Jaffé from Somborn runs a hotel at the foot of the Himalayas in Pokhara.

Rajendra Sthapit is a certified translator for Nepalese and a consultant for geographical studies, language and translation.

Carola Neitzel performs on several different theatre stages in Berlin and teaches acting classes.

Any further information regarding our members' activities you'll find here.

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Contact

Nepal-German Association
Eosanderstraße 13
10587 Berlin

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Berliner Sparkasse
Account number: 730 030 547
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Chairman : Torsten Frank
Vicechairman: Birat Niraula
Generalmanager: Rajendra Sthapit
Treasurer: Andrea-Regina Lang

© 2006-2016 NEDEG e.V. letzte Aktualisierung: Dezember 2016.