Newsletter März 2016


English Version

Dhampus

Die Themen:

Newsletterredaktion
Interview mit dem Architekten und Denkmalpfleger Wolfgang Korn
Kaule e.V. – Nothilfe für ein Dorf in den Midhills von Nepal
Design-Katalog für den Bau von erdbebensicheren Häusern
Bigu Gompa, das größte Frauenkloster in Nepal, wurde beim Erdbeben komplett zerstört
Aktivitäten unserer Mitglieder

Newsletterredaktion

Liebe Leser,
da ist er, unser erster Newsletter des Jahres 2016. Was gibt es Neues aus Nepal?
Nach Monaten der Blockade sind die Grenzen nach Indien jetzt wieder geöffnet worden. Die Blockade hatte zusätzliche Probleme für die Bevölkerung in den vom Erdbeben betroffenen Gebieten verursacht. Dringend benötigtes Material konnte nicht über die Grenzen transportiert werden und es fehlte vor allem auch an Treibstoff, um Hilfslieferungen in die Berge zu bringen.
Viele Helfer und private Bauherren waren für Monate zur Untätigkeit verdammt, weil es keine Baumaterialien oder diese nur zu unerschwinglichen Preisen gab. Nun sollte der Aufbau eigentlich losgehen.
Lesen Sie ein ausführliches Interview mit dem Denkmalpfleger und Nepalexperten Wolfgang Korn über die aktuelle Situation bei der Sanierung der historischen Gebäude in Kathmandu.
Wir hoffen, dass sich die Situation in Nepal weiter verbessert.
Viel Spaß beim Lesen wünscht die Newsletter-Redaktion.

In eigener Sache:
Ein Dankeschön an alle Spender 2015. Alle eingegangenen Spenden wurden zeitnah, teilweise wöchentlich nach Nepal überwiesen, damit sofort der damit verbundene Zweck erfüllt werden konnte. Spendenbescheinigungen wurden versendet. Wenn Spendenbescheinigungen nicht eingegangen sind, lag keine Adresse vor. Bei Spenden bis 200 Euro reicht übrigens der Einzahlungsbeleg. Auf Wunsch stellen wir auch für geringere Beträge Spendenbescheinigungen aus.
Das Newsletter-Team

Veranstaltungs- und andere Hinweise:
Prince Harry absolviert seinen ersten Besuch in Nepal. Mail Online hat viele weitere Fotos veröffentlicht.



Der Nedeg-Newsletter berichtet regelmäßig über kulturelle Themen und über unsere Projektpartner in Nepal und weist auf Termine hin.
Wer den Newsletter noch nicht direkt zugesendet bekommt, kann sich hier anmelden.
Wichtige Hinweise auf Termine, Veranstaltungen oder neue Publikationen senden Sie bitte an nedeg_redaktion@yahoo.com.

Newsletter-Redaktion: Torsten Frank, Andrea-Regina Lang, Daniela Emmerich


Interview mit dem Architekten und Denkmalpfleger
Wolfgang Korn

Im Dezember führten wir ein Gespräch mit dem Architekten Wolfgang Korn. Er ist einer der wichtigsten Kenner der newarischen Architektur im Kathmandu-Tal mit seinen drei Königsstädten Patan, Bhaktapur und Kathmandu. Seit 1968 hat er in verschiedenen Projekten für die Erhaltung, die Dokumentation und den Wiederaufbau der newarischen Baukultur gearbeitet, unter anderem für die Rockefeller-Stiftung, die Unesco, dem Deutschen Entwicklungsdienst (DED) und seit seiner Pensionierung für den Senior Experten Service (SES). In Deutschland arbeitete er als Denkmalpfleger in Hessen.
Die drei Bücher von Wolfgang Korn über newarische Architektur sind Standardliteratur für Architekten in Nepal. Das neueste Buch "The Traditional Newar Architecture of the Kathmandu Valley – The Stupas and the Chaityas" wurde 2015 herausgebracht und schließt eine Trilogie über verschiedene Bauformen ab.

Das Gespräch führte der Nedeg-Vorsitzende Torsten Frank.

Wo warst du, als es das erste große Erdbeben am 25.April in Nepal gab?

Ich war in Deutschland und wollte am 27. April zu einem Einsatz für den Senior Experten Service nach Nepal fliegen, um zum dritten Mal bei dem Kathmandu Valley Preservation Trust zu arbeiten. Zu Anfang hatte ich nicht ganz begriffen, was da passiert ist und auch nicht geglaubt, dass es ein so heftiges Beben gab. Die Nachrichten kamen erst so nach und nach. Dann verbreiteten sich Berichte, dass achtzig Prozent der Gebäude in Kathmandu zerstört sind. Dies hat sich zum Glück schnell als Unsinn herausgestellt. Ich erhielt dann bald Informationen von Freunden aus Nepal, und als ich die ersten Bilder mit den Schutthaufen gesehen habe, habe ich erst mal geheult. Den Flug nach Nepal habe ich gestrichen und bin erst im Juni gefahren, als die Lage übersichtlicher wurde. Sechs Wochen lang habe ich in Patan geholfen, aus den Schutthaufen das Holz auszusortieren und Maße in die von mir mitgebrachten, alten Pläne einzuzeichnen. Einheimische Architekten und Studenten habe ich erklärt, wie Schäden aufzunehmen sind, was sie ja bisher noch nie gemacht hatten.



Welche Situation hast du in Nepal vorgefunden?

Der Kathmandu Valley Preservation Trust hat in Patan sehr schnell und kompetent nach dem Beben gehandelt. Dieser Trust wurde 1991 gegründet und wird zum großen Teil von den USA finanziert. Der nepalesische Direktor ist Dr. Rohit Ranjitkar. Mit dessen Vater hatte ich vor etwa vierzig Jahren zusammen am Palast-Projekt Hanuman Dhoka gearbeitet. Da ist er früher als kleines Kind durch das Büro getollt. Als Berater für den Trust ist auch Dr. Niels Gutschow tätig. Er ist der beste Kenner der newarischen Baukultur und der Übervater vom Trust, dessen größtes Projekt der Wiederaufbau vom Patan Durbar ist. Von dem Trust wurde veranlasst, dass die gesamten Schutthaufen in Patan mit Hilfe und unter dem Schutz der Armee gesichert wurden. Die Haufen wurden mit Hand sortiert: Steinchen, Dachstreben, Dachpfosten und Ziegel, und zwar immer Tempel für Tempel. Das Ganze wurde im Palastgarten zwischengelagert und später in Wellblech-Unterständen gesichert. Im Oktober konnte ich dann bereits sehen, wie die ersten Türen und Fenster schon wieder zusammengesetzt wurden. Zu diesem Zeitpunkt lagen in Kathmandu auf dem Durbar Square noch Balken offen im Wasser herum. Hier wurde, um ganz schnell eine Fahrstraße zu bekommen, alles mit Bulldozern zusammengefahren und auf einen freien Platz gebracht. Das Sortieren beginnt jedoch erst jetzt. In Bhaktapur ist der Vasala-Durga-Steintempel zusammengefallen. Den zusammenzusetzen wird ein echtes Puzzlespiel. Das Material ist jedoch von der Stadtverwaltung gut gesichert worden.



Ist die Rekonstruktion der Gebäude möglich?

Wir kommen hier zu dem Problem der Zukunft. Die Qualitäten, die unter deutscher Leitung bei den Renovierungsarbeiten im Bhaktapur-Development-Projekt 1974 bis 1986 erarbeitet worden waren, sind schon lange nicht mehr zu finden. Nachdem das Projekt abgeschlossen war, wurde kaum noch repariert, saniert und gepflegt. Der Kathmandu Valley Preservation Trust ist mit seiner Erfahrung und Expertise unter anderem aus dem 2005 begonnenen Patan Palast Restoration Project der einzige verbliebene vertrauenswürdige Partner für eine Rekonstruktion der Gebäude. Es gibt zudem einen Mangel an gut ausgebildeten Handwerkern und Holzschnitzern. Es gibt zwar kleine Ausbildungsstätten, aber es sind viel zu wenige. Es könnten sicherlich viele junge Menschen schnell handwerklich ausgebildet werden, aber diejenigen müssen natürlich auch wissen, was sie da gerade tun. Die traditionelle Schnitzerkaste hat ja noch das gesamte Wissen und die historischen Bücher und Anleitungen darüber, welche Götter zusammengehören und wie diese angeordnet werden müssen. Es können ja nicht einfach wahllos Götter nebeneinander gesetzt werden. Es wird also ein heftiges Gerangel um diese guten Handwerker geben. Die Besten arbeiten zurzeit beim Trust, deren Einkommen sicherlich steigen wird. Auch Baumaterialien könnten ein Problem werden: Gutes Sal-Holz in der notwendigen Größe und in der Qualität zu bekommen wird ganz, ganz schwierig werden. Durch den voranschreitenden Raubbau an den Wäldern wird es dieses Holz in ausreichender Menge wohl nicht mehr geben. Schon heute werden teilweise bestimmte Durchmesser und Längen importiert. Dieses Holz hat aber nicht die gleiche Qualität und wurde bisher nur für den Innenausbau verwendet. Ein anderes Problem sind Ziegelsteine. Die Fabriken sollen das Kathmandu-Tal aus Umweltgründen verlassen. Die Wohnhäuser sind ja immer näher an die Brennöfen gerückt, weil es keine hinreichende Stadtplanung gibt, die Gewerbe-, Wohn-, und Industriezonen ausweist. Jeder hat gebaut, wo er wollte, und jetzt werden die Ziegelfabriken aus dem Tal verdrängt und damit natürlich auch das spezifische Wissen. Um die Qualität an Ziegeln zu bekommen, die für die "Klinkerfassaden" verwendet werden, ist zudem der spezielle Lehm aus dem Tal notwendig. Falls die Ziegelfabriken außerhalb angesiedelt werden, muss das Rohmaterial erst dorthin gebracht, gebrannt und wieder zurücktransportiert werden. Ein Riesenaufwand und ein echter Kostenfaktor. Sicherlich kann viel Baumaterial wiederverwendet werden, wenn es richtig gesichert worden ist. Anders als bei einem Brand sind die Materialien ja nicht verschwunden. Natürlich teilweise zersplittert oder zerschlagen. Bei den Pagoden gingen zuerst die Holzverbindungen kaputt, da eine solche Pagode ohne Schrauben und Nägel zusammengesteckt worden ist. Eine Pagode kann wie bei einem Puzzle, wenn man oben anfängt, auseinandergebaut werden. Obwohl viele Verbindungen gebrochen sind, sind viele der Balken erhalten geblieben. Das alles funktioniert natürlich nur, wenn wirklich richtig sortiert wurde. Nämlich Tempel für Tempel. Ob die Sortierung von Tempeln in Kathmandu so einfach wird? Da habe ich wirklich meine Zweifel, nachdem dort alle Bauteile und Materialien zusammengeschoben wurden. Die Schäden an der Thronhalle Gaddi Baithak, die 1906 in Kathmandu gebaut wurde, sind enorm. Dieses riesige weiße Gebäude hat Mauern von bis zu einem Meter Stärke. Die sind jetzt zerrissen. Wie das gemacht werden soll, ist mir ein Rätsel. Im Grunde genommen geht das nur durch einen Totalabbruch. Aber wo soll dann der ganze Bauschutt gelagert werden? Also das ist insgesamt eine gewaltige Aufgabe.



Gibt es dann ausreichend vermaßte Baupläne der Tempel, um den Wiederaufbau überhaupt zu ermöglichen?

Von der Unesco wurde ja sehr schnell verkündet, dass es für alle eingestürzten Tempel Pläne gibt. Das hatte mich schon ein wenig gewundert. Es hat sich aufgrund meiner Nachfrage herausgestellt, dass die Unesco keinen einzigen Plan hat, sondern nur die Bücher von Niels Gutschow und von mir haben. Gerade das Buch von Niels Gutschow ist ein sehr umfangreiches Werk, sicherlich viel besser und umfangreicher als meine Bücher. Allerdings sind in unseren Büchern die genauen Maße nicht enthalten. Niels Gutschow hatte mich dann auch gleich angesprochen, ob ich diese noch hätte. Tatsächlich hatte ich auch von fünf historischen Gebäuden, die eingestürzt sind, Aufmaße gefertigt. Darunter auch die Stadthalle Kasthamandapa von Kathmandu. Ich habe diese Unterlagen zum Glück noch bei mir auf dem Dachboden gefunden und mittlerweile alle Pläne gescannt und dem Department of Archaeology, dem Trust und den Stadtverwaltungen von Bhaktapur und Kathmandu übergeben. Ich hoffe, dass man mit mir fair umgeht, denn viele dieser Pläne habe ich privat erstellt. Das Mindeste, was ich erwarte, ist, dass bei der Verwendung von meinen Plänen und Zeichnungen mein Name erwähnt wird.



Gibt es einen Konflikt zwischen dem denkmalgerechten Wiederaufbau und der Anforderung, die Gebäude erdbebensicher auszuführen?

Es muss keinen großen Konflikt geben. Es gibt immer die Vertreter der reinen Lehre, aber auch die müssen anerkennen, dass es Erdbeben gibt. Wir können die strengen europäischen Regeln nicht eins zu eins auf Gebiete mit Erdbebengefahr übertragen. Auch in Nepal werden bei der Rekonstruktion von Gebäude moderne Baumaterialien eingesetzt werden müssen. Dieses sollte jedoch koordiniert geschehen, damit es nicht unterschiedliche Lösungen für das gleiche statische Problem gibt. Bisher kann auch keiner genau sagen, warum Gebäude eingestürzt sind. Das Erstaunlichste: Die höchsten der Pagoden stehen noch! Warum der Kathmandu Durbar Square derart betroffen ist, kann niemand erklären. Wahrscheinlich hat sich hier der Untergrund nicht nur bewegt, sondern auch verdreht. An den umliegenden Wohnhäusern, die eng an eng stehen, sind nicht so große Schäden entstanden. Wahrscheinlich haben sich die Gebäudeflügel gegenseitig stützen können. Die schweren Pagodendächer sind sicherlich ein Problem. Die Dachziegel werden ja in eine bis zu fünfzehn Zentimeter starke Lehmschicht gedrückt. Wenn diese schweren Dächer anfangen zu schwingen, gibt es enorme Lasten. Zukünftig müssen die Tempel sicherlich durch zusätzliche Maßnahmen und durch Versteifungen der Etagen verstärkt werden. Auch hierzu gibt es schon Erfahrungen. Bei zwei der Palast-Tempel, die in Patan renoviert wurden, hat man bereits Verstärkungen eingebracht. Niels Gutschow hat hier beraten und einen deutschen Statiker vermittelt. Die beiden Tempel stehen bis auf die beiden obersten Dächer rissfrei da. Kasthamandapa, die "Stadthalle" von Kathmandu, stand seit dem 14. Jahrhundert. Sie hat also schon mindestens zehn Erdbeben überstanden. Es war das größte und älteste Holzgebäude von Nepal. Jetzt ist sie komplett eingestürzt. Bei dem Wiederaufbau muss wahrscheinlich ein sichtbares und statisch wirksames Gerüst eingezogen werden. Das finde ich als Denkmalpfleger auch nicht so schlimm. Aber da die Meinungen unter den vielen "Experten" auseinandergehen, wird es noch heftige Diskussionen geben.



Wer ist für den Wiederaufbau der eingestürzten historischen Gebäude zuständig?

Das Department of Archaeology ist vermutlich für alle Tempel verantwortlich. Die kürzlich gegründete National Reconstruction Authority ist allerdings überwiegend mit Ministern besetzt. Das kann natürlich nicht funktionieren, weil letztere genug andere Aufgaben haben. Man muss abwarten und sehen, wie die Zuständigkeiten verteilt werden, denn es gibt ja noch die Stadtverwaltungen: Die von Bhaktapur hat schon klar gesagt, dass alle Arbeiten in ihrer Stadt unter ihrer Aufsicht durchgeführt werden sollen. In Kathmandu ist die eingestürzte Stadthalle Kasthamandapa ein wichtiges Prestigeobjekt. Die Stadtverwaltung sagt, dass sie dafür zuständig sei und nicht das Department of Archaeology, weil es sich nicht um einen Tempel handelt. Der Kathmandu Valley Preservation Trust wird abgestimmt mit dem Department of Archaeology eine Reihe von Gebäuden in Eigenverantwortung wiederaufbauen. Darüber gibt es wohl genaue Absprachen. Die Unesco spielt bisher nur eine koordinierende Rolle. Sie hat es bisher leider nicht geschafft, frühzeitig alle Fachleute zusammenzurufen. Es gab zwar ein großes Treffen, aber da war zum Beispiel der Trust nicht dabei. Inzwischen hat die Unesco Leute mit kurzfristigen Verträgen eingestellt. Insgesamt sind die gegebenen Zusagen an Hilfsgeldern gewaltig. Wahrscheinlich für die Renovierung ausreichend. Aber bisher wurden wohl nur geringe Mittel freigegeben, weil eine vertrauenswürdige Verwaltungsstruktur im Land bisher fehlte. Ein Vertrag zwischen Nepal und Deutschland über fünfundzwanzig Millionen Euro wurde im Dezember unterschrieben. Eine erhebliche Summe wird für die Sanierung von historischen Gebäuden reserviert sein. Wahrscheinlich wird davon viel für den Wiederaufbau von Bhaktapur verwendet werden. Mit dem Bhaktapur Development Project hatte Deutschland schon zwischen Mitte der siebziger und Mitte der achtziger Jahre viel Geld in Nepal investiert, weswegen man den Wiederaufbau sicherlich besonders unterstützt. Auch Niels Gutschow hat bereits Zusagen von der Henkel-Stiftung für Sanierungsarbeiten bekommen. Die einzelnen Geberländer werden ihre Geldmittel vermutlich direkt an die Regierung geben und nicht an die Unesco. Die Inder und Chinesen werden schon aus Prestigegründen helfen, Tempel wiederaufzubauen. Es gibt ja auch genug zu tun. Zwischen den vielen Gebern besteht leider keine Koordination, nicht mal zwischen den EU-Ländern. Insgesamt ist die Situation sehr schwierig in Bezug auf Zuständigkeiten. Wer ist für Kulturerhalt, wer ist für Erdbebenschäden zuständig? Ein Problem nicht nur für die deutsche Hilfe wird die Frage zu beantworten sein: "Wem gebe ich mein Geld? Mit wem kann ich vertrauensvoll zusammenarbeiten?""



Kann der Wiederaufbau der historischen Gebäude nicht auch ein enormes wirtschaftliches und handwerkliches Entwicklungsprogramm sein?

Heinrich Seemann, damals zuständig bei der deutschen Botschaft in Kathmandu, hatte 1969 die Idee gehabt, zur Hochzeit von König Birendra nicht "ein silbernes Tablett" zu schenken, sondern das Geld für die Renovierung des Priesterhauses "Pujari Math" zu geben. Es war in Nepal sehr gut angekommen, dass sich Christen für ein Hindupriester-Haus interessieren. Später ist daraus das von Deutschland geförderte Bhaktapur-Development-Project entstanden. Dieses Programm hat zu einer Wiederbelebung der Architekturkunst in Nepal einen erheblichen Beitrag geleistet. Aber da seit jener Zeit keine großen Sanierungsprojekte durch die Regierung durchgeführt worden sind, fehlt heute viel Wissen und ist viel handwerkliches Geschick verlorengegangen. Ein großes Ausbildungsprogramm ist zu starten und in der Praxis mit überschaubaren Projekten anzufangen. Das wird sicherlich viel Zeit benötigen, denn ein einzelner Tempel kann bestenfalls in drei Jahren wiederaufgebaut werden. Insgesamt werden also mindestens fünfzehn Jahre benötigt werden, um eine überschaubare Anzahl historischer Gebäude wiederaufbauen zu können.

Das wird sicherlich im Kathmandu-Tal viele Arbeitsmöglichkeiten schaffen. Aber wie sieht es in den Bergen aus?

Das Volk dort leidet erheblich. Die dortigen Probleme werden zu oft nur am Rande erwähnt, weil kaum jemand von der Regierung dorthin geht. Alles konzentriert sich auf das Kathmandu-Tal. Und was in den Bergen und in den Dörfern passiert, interessiert weniger. Im Langtang-Tal und in Sindupalschok sind ganze Dörfer flach, und es haben sich nur wenige Regierungsangestellte eine Übersicht verschafft. Erst kam der Monsun, und nun ist es richtig kalt. Die Menschen frieren, und die Decken kommen nicht an, werden noch irgendwo gelagert oder sind geklaut worden. Dagegen können die Götterfiguren aus Stein oder Metall die Kälte leicht überstehen, nicht aber die Menschen. Es muss also schnell und mehr Geld und Personeneinsatz in die betroffenen ländlichen Gebiete gehen. Es ist im Augenblick viel wichtiger, die Dörfer wiederaufzubauen, denn auch das ist Kulturerhalt und zudem müssen dort zusätzliche Einkommensmöglichkeiten geschaffen werden.



Wie geht der Aufbau insgesamt voran?

Es gibt leider immer wieder irritierende Ereignisse: Der Sohn vom Finanzminister hatte versucht, aus einem Dorf nahe Nuwakot einen Laster voller Bleche wieder zurück nach Kathmandu zu holen, mit der Absicht, diese privat zu verkaufen. Das muss man sich mal vorstellen. Die Dorfleute haben das mitbekommen und den Laster blockiert. Die "Himalayan Times" hat darüber geschrieben, und der Sohn des Ministers, selbst Staatsekretär, musste zurücktreten. Die vielen ähnlich gelagerten und bekannt gewordenen Fälle führen natürlich zu einem erheblichen Misstrauen gegenüber den staatlichen Institutionen. Viele NGOs, Vereine und Privatpersonen aus dem Ausland entscheiden sich daher für einen direkten Weg der Hilfe. Ein mir bekannter ehemaliger Entwicklungshelfer des damaligen Deutschen Entwicklungsdienstes (DED) hat es geschafft, eine erhebliche Geldsumme zu sammeln. Die Baumaterialien, vor allem Zinkbleche, hat er dann vor Ort selber gekauft und ist mit einer Krankenschwester, einem Maurer und einem Zimmermann in einige Dörfer von Sindupalschuk gegangen und hat diese dort persönlich an Bedürftige und Geschädigte verteilt. Alles privat finanziert, und alle haben dafür ihren Jahresurlaub genommen. Die staatliche, nepalesische Hilfe stockt: Jeder, dessen Gebäude total zerstört worden ist, soll 200.000 Rupien (Anmerkung: ca. 2000 Euro) Entschädigung bekommen. Wie viele haben das schon bekommen? Nur ganz wenige. Die ersten zugesagten 15.000 Rupien für nur beschädigte Häuser wurden ausgezahlt, aber auch nicht alle. In einer mir bekannt gewordenen Geschichte musste der Bauer dafür in die Distrikthauptstadt fahren. Da er keinen ID-Pass hatte, sich aber ausweisen musste, hat er erst mal für fünftausend Rupien einen Ausweis kaufen müssen. Nach Abzug aller Kosten hatte er dann noch siebentausend in der Tasche. Die Leute brauchen jetzt ein Dach über den Kopf und können nicht warten. Viele haben inzwischen begonnen, mit Lehm als Mörtel selbst wiederaufzubauen. Sie können nicht darauf warten, dass die Regierung sich bewegt. Kürzlich ist der "Design Catalogue for Reconstruction of Earthquake Resistant Houses" erschienen. Die Küchen dort sehen aus, ob die Bewohner modern und mit einer Schrankzeile in der Küche leben würden. Und woher soll der Zement für die Ringanker kommen? Das ist gut für das Kathmandu-Tal, aber draußen auf dem Lande in den Dörfern, wo bisher mit Holz, Lehmgeflecht oder Natursteinen gebaut wurde, wird das wenig nützen. Aber es wurde immerhin mit einigen Programmen begonnen – auch wenn es acht Monate gedauert hat. Da zudem in den Dörfern kaum jemand Pläne lesen kann, müssten Berater in die Dörfer gesendet werden.

Gutes Stichwort: Wann wirst du wieder in Nepal sein?

Aus privaten Gründen werde ich keine langen Verträge im Jahr 2016 annehmen können. Aber ich stehe gerne als Berater zur Verfügung. Am 25. April wird es in Bhaktapur ein großes internationales Treffen geben, zu dem ich offiziell eingeladen worden bin. Aber ich werde nicht teilnehmen können, da ich innerhalb Deutschlands im Frühjahr umziehen werde. Wenn es gesundheitlich bei mir geht, werde ich vermutlich Ende Mai wieder für sechs bis achten Wochen für den Senior Experten Service beim Kathmandu Valley Preservation Trust mitarbeiten. Denn der Trust hat begonnen, die obersten Dächer von zwei Palasttempeln und einen ersten Tempel wiederaufzubauen. Ich kann mir vorstellen, dass ich in diesem Jahr zweimal nach Nepal fliegen werde.

Vielen Dank für das Gespräch.

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Kaule e.V. – Nothilfe für ein Dorf in den Midhills von Nepal

Ein Bericht von Judith Walter (Nedeg-Mitglied)

Das Dorf Kaule liegt ca. 25 Kilometer nordwestlich von Kathmandu, an der Grenze zwischen den Distrikten Kathmandu und Nuvakot. In Kaule leben ca. 3000 Menschen. Der gleichnamige deutsche Verein Kaule e.V. (2007 gegründet) arbeitet ausschließlich ehrenamtlich und setzt sich unter „normalen Bedingungen“ für die Förderung von sozial nachhaltigen Agrarprojekten in den durch den Klimawandel und den Bevölkerungsdruck stark degradierten Midhills Nepals ein. Ziel ist es, Landnutzungsformen zu finden und zu etablieren, die es den Landwirten ermöglicht, sich langfristig und nachhaltig selbst versorgen zu können.
Kaule ist stark vom Erdbeben getroffen worden, bei dem alle Familien ihre Häuser verloren haben. Wie auch in vielen anderen Gebieten in Nepal ist bis heute keine staatliche Unterstützung angekommen. Kaule e.V. hat daher die Nothilfe selbst in die Hand genommen. Durch Spenden und dem sehr engagierten Einsatz der Projektleiterin Eva Wieners vor Ort ist es gelungen, schnelle Soforthilfe in Kaule sowie in umliegenden Dörfern zu leisten. Dazu gehörten vor allem die Versorgung von 320 Familien mit Lebensmitteln, Zelten und Plastikplanen sowie die Organisation eines Gesundheitscamps im Dorf zur Behandlung der Menschen. Weiterhin konnte an viele Familien Wellblech für den Schutz in der Regenzeit verteilt werden.



Aufgrund der politischen Unstimmigkeiten über die Verfassung und die Grenzblockade zu Indien in den letzten Monaten konnte der Wiederaufbau größtenteils auch in Kaule immer noch nicht beginnen. Zudem gibt es immer noch kaum Anleitungen oder Vorgaben von Seiten der Regierung zum Wiederaufbau. Kaule e.V. hat daher in den letzten Monaten mit den Bewohnern in Kaule Workshops zu verschiedenen Bautechniken durchgeführt, um den Landwirten das nötige Wissen zu vermitteln.



Auf großes Interesse und Nachfrage ist dabei die sogenannte Sand- bzw. Erdsackmethode gestoßen. Dabei werden Reissäcke mit Sand gefüllt und wie Ziegelsteine aufeinandergestapelt. Durch weitere Stabilisierungsmaßnahmen können so erdbebensichere, günstige und umweltfreundliche Häuser entstehen. Allerdings kommen auch diese innovativen Baumethoden nicht ganz ohne Zement aus. Dieser ist allerdings so teuer, dass es wahrscheinlich viele Familien doch wieder ohne versuchen werden bzw. müssen. Kaule e.V. möchte daher weiterhin möglichst viele Familien mit Zement und Wellblech ausstatten, so dass sie bei diesem erdbebensicheren Wiederaufbau, der für die meisten zu kostspielig ist, unterstützt werden. Um diese Unterstützung realisieren zu können, werden dringend weitere Spenden benötigt.
Ich stehe im engen Kontakt mit Kaule e.V. und habe ihre Arbeit vor allem im letzten Jahr intensiv verfolgt und bin wirklich begeistert von der unglaublich engagierten und effektiven Arbeit, bei der alle Spendengelder zu hundert Prozent bei den Menschen vor Ort ankommen.
Wer spenden möchte kann das bei betterplace.org tun.
Wer will kann auch bei Facebook Kontakt aufnehmen.

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Design-Katalog für den Bau von erdbebensicheren Häusern

Unter dem Titel "Design Catalogue for Reconstruction of Earthquake Resistant Houses" ist jetzt vom "Department of Urban Development and Building Construction" ein Dokument veröffentlicht worden, das siebzehn verschiedene erdbebensichere Hausmodelle beschreibt.
Es werden alle technischen Details wie Grundrisse, Schnitte, Fundamente von Prototypen und ein beispielhaftes Hausdesign dargestellt. Es gibt vier verschiedene Baumaterialien zur Auswahl: Stein, Lehm, gebrannte und getrocknete Ziegel. Außerdem gibt es eine Kosten- und Arbeitszeitberechnung für alle Haustypen. Die Regierung fördert den Bau dieser Häuser mit 200.000 Rupien, für alle, deren Häuser komplett zerstört worden sind.



Nedeg-Mitglied Steffen Rolke, verantwortlich für die Projekte in Nepal von Ingenieure ohne Grenzen, bewertet den Design-Katalog als eine gute Grundlage:
"Ingenieure ohne Grenzen werden das Design für ihre Bauprojekte übernehmen. Es gibt einige Details, die wir anders ausführen werden, aber im Großen und Ganzen werden wir uns daran orientieren. Selbstverständlich könnten wir davon abweichen, aber das würde einen zusätzlichen Aufwand bedeuten, den wir lieber in weitere Häuser investieren würden. Nach der Berechnung unserer Organisation werden auch für die kleinste Einheit die Kosten höher sein als die von der Regierung versprochenen 200.000 Rupien. Die Standardisierung auf dem nationalen Level wird aber eventuell auch einen wirtschaftlichen Vorteil erreichen."




Die Homepage Global Shelter Cluster ist auch ein wichtiges Informationsportal für die Koordination aller Hilfsaktivitäten in Nepal. Hier kann eingesehen werden, welche Organisationen an welchen Orten aktiv sind. Auch kleine private Organisationen sollten ihre Aktivitäten hier publizieren, um mögliche Überschneidungen zu verhindern und einen Überblick zu ermöglichen, wer welche Aktivitäten übernimmt. Ein Besuch dieser Homepage ist ausgesprochen informativ.

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Die Nonnen des Klosters

Bigu Gompa, das größte Frauenkloster in Nepal, wurde beim Erdbeben komplett zerstört

Der Sindhupalchok-Distrikt östlich von Kathmandu gehört zu dem am meisten von dem Erdbeben betroffenen Bergregionen. Ganze Dörfer wurden zerstört, doch Hilfe kommt hier nur spärlich an. Die Straßen sind nicht an allen Stellen wieder befahrbar, und der Mangel an Treibstoff durch die Grenzblockade hat den Transport von Hilfsgütern unmöglich gemacht.
Zerstört wurde auch das größte Frauenkloster in Nepal Tashi Chime Gatsal Nunnery, oft in Reiseführern unter dem Namen des Verwaltungsgebietes als Bigu Gompa bezeichnet. Das Epicenter beim Nachbeben am 12. Mai lag direkt in diesem Gebiet. Schon bei den ersten Beben wurde das Kloster schwer beschädigt. Das Nachbeben ließ nur noch Trümmer übrig. Sogar das neue Gästehaus, eine Stahlbettkonstruktion, ist nicht mehr bewohnbar.



Das Kloster wurde 1932 gegründet und von bis zu achtzig Nonnen bewohnt. Für die Bewohner dieser Berggegend war dieser Ort der Mittelpunkt des spirituellen und kulturellen Lebens. Hier wurde gefeiert und religiöse Handlungen vollzogen. Viele Familie haben eine Tochter in das Kloster gegeben. Die Nonnen waren für die Erwirtschaftung des Lebensunterhaltes und für die Pflege der Anlage selbst verantwortlich.
Das Kloster errang eine touristische Bedeutung, als unterstützt von der österreichischen Organisation mehrere Gasthäuser und Zeltplätze auf einen Rundweg ausgebaut wurden. Wichtige Attraktion auf dieser Tour war der Besuch des Klosters. Etwas oberhalb der Klosteranlage gibt es einen herrlichen Blick auf den Gauri Shankhar, einen der schönsten Berge in Nepal. Im Newsletter vom Februar 2014 haben wir darüber berichtet, dass Nedeg durch Spenden zwei Solarkocher zur Gompa bringen konnte.



Nach dem Erdbeben wurden die Nonnen in eine alte Teppichfabrik nicht weit entfernt vom "Sleeping Vishnu" im Kathmandu-Tal untergebracht. Hier wurden von einem Ersthelfer-Team aus Korea einfache Häuser aufgebaut. Beim Besuch der jetzigen Unterkunft fällt es schwer, sich den mystischen Ort vorstellen, der das Kloster einmal war.



Der Abt Geshe Lobsang Gyaltsen will das Kloster wieder aufbauen. Mitte Januar ist er mit einer Gruppe aufgebrochen, um das Gelände zu räumen. Die Furcht vor einem weiteren Nachbeben ist aber sehr groß. Eine kleine Unterstützergruppe aus den Vereinigten Staaten, der Schweiz und Österreich hat sich gebildet. Nedeg unterstützt den Aufbau ebenfalls und hat eine Bilderserie der Gompa erstellt, um für weitere Unterstützung zu werben. Jedoch können die enormen Kosten für den Wiederaufbau von den bisherigen Unterstützern nur in sehr geringem Maße getragen werden. Es wäre daher unbedingt erforderlich, dass sich hier noch mehr Personen, Gruppen oder Organisationen beteiligen. Auch unter dem Aspekt des Kulturerhaltes in der ländlichen Gegend sind solche Orte von herausragender Bedeutung.
Der Wiederaufbau hat bereits begonnen. Anfang Mai 2016 sollen die ersten Nonnen wieder an diesen schönen Ort zurückkehren. Es werden noch dringend Spendengelder benötigt, um weitere Wohnhäuser für die Nonnen aufzubauen.
Informationen sind über Nedeg erhältlich.

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Aktivitäten unserer Mitglieder

Dr. Dorit Battermann hält im Raum Hannover interkulturelle Vorträge.

Marlies Förster ist Mitbegründerin des Ayurveda Health Home in Nepal.

Klaus-Peter Graetz ist Hauser-Repräsentant in Berlin und ist spezialisiert auf Trekking-Touren mit Schwerpunkt Asien.

Barbara Kosiol vermittelt Kontakte in Nepal und gibt euch Tipps bei der Suche nach Praktikumsplätzen in den Bereichen Schule, Sozialarbeit und nachhaltige Landwirtschaft.

Manfred Metz betreibt den Laden Namaste - Geschenke aus Nepal und aller Welt in der Dankelmannstraße in Berlin.

Carola Neitzel spielt auf verschiedenen Theaterbühnen in Berlin und gibt Schauspielunterricht.

Seit 2006 bietet Kamal Niraula nepalesische Spezialitäten im Restaurant Om an.

In der Galeri Ro in Lübbenau verkauft Dorit Robarick Kunsthandwerk aus Nepal und hält Vorträge über Land und Leute in Nepal.

Steffen Rolke arbeitet aktiv bei Ingenieure ohne Grenzen, Projektgruppe Berlin mit.

Dr. Ellen Schmidt, ehemalige Mitarbeiterin des DED, bietet Vorträge/Workshops speziell für Schulen z. B. zu Themen wie Alltag in Nepal, Mädchen und Frauen in der nepalesischen Gesellschaft, Leben der Kinder an.

Hattie Spence hat das Projekt Sisters of Solukumbhu gegründet. Mädchen aus Solukumbhu werden durch Bildungsangebote unterstützt.

Krisha Sthapit lehrt neben ihrem Studium an der TU Berlin Nepalesisch an der Sprachenschule Sprachenatelier.

Rajendra Sthapit ist beeidigter Übersetzer für Nepalesisch und Referent für Landeskunde, Sprache und Übersetzung.

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Kontakt:

Nepali-Deutsche Gesellschaft
Eosanderstraße 13
10587 Berlin

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Vereinsvorstand:

Vorsitzender : Torsten Frank
Stellvertreter: Birat Niraula
Geschäftsführer: Rajendra Sthapit
Schatzmeisterin: Andrea-Regina Lang

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Sorry this newsletter do not have an english version. The next one will have again.



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Dr. Dorit Battermann is holding cross-cultural lectures in the greater Hannover area.

Marlies Förster is co-founder of the Ayurveda Health Home in Nepal.

Klaus-Peter Greatz is representative for Hauser in Berlin and specialises in Trekking tours mainly in Asia.

Barbara Kosiol helps finding contacts in Nepal and gives advice regarding your search for traineeships in the areas school, social work and sustainable agriculture.

Manfred Metz runs the shop "Namaste - Gifts from Nepal and around the world" in Dankelmannstraße in Berlin.

Carola Neitzel performs on several different theatre stages in Berlin and teaches acting classes.

Since 2006, Kamal Niraula is offering Nepalese specialties at the restaurant Om.

Dorit Robarick is selling craftwork from Nepal and holding lectures about the country Nepal and its people in the Galeri Ro in Lübbenau.

Steffen Rolke actively contributes to the work of Engineers without Borders, task force Berlin.

Dr. Ellen Schmidt, former staff member of DED, is offering lectures and workshops specifically for schools on topics like for instance everyday life in Nepal, girls and women in Nepal society, life of the children.

Hattie Spence has founded the project Sisters of Solukumbhu, designed to support girls from Solukumbhu with educational opportunities.

Anlongside her studies at the TU Berlin, Krisha Sthapit teaches Nepalese at the language school Sprachenatelier.

Rajendra Sthapit is a certified translator for Nepalese and a consultant for geographical studies, language and translation.

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