Newsletter April 2012


English Version

Am Thorong La

Die Themen:

Newsletterredaktion
Interview mit dem Botschafter von Nepal in Deutschland, Herrn Suresh Pradhan
"Highway" - Besuch eines nepalesischen Films auf der Berlinale
Mit der TU in die Heimat
Aktivitäten unserer Mitglieder

Newsletterredaktion

In diesem Newsletter kommt der nepalesische Botschafter in einem Interview zu Wort: Seine Eindrücke von Berlin, den Tourismus, Studenten in Deutschland – und was die Deutschen von den Nepalesen lernen können.
Außerdem berichten wir über den nepalesischen Filmbeitrag auf der diesjährigen Berlinale und einen Studienaufenthalt in Nepal. Neu dazugekommen ist die Rubrik "Aktivitäten unserer Mitglieder". Dankbar sind wir auch für Anregungen zu weiteren Themen für unseren Newsletter sowie über eingesandte Artikel.
Viel Freude beim Lesen wünscht die Newsletter-Redaktion!

Veranstaltungs- und andere Hinweise:

Fotoausstellung in Wernigerode

Zwei Monate zog der Fotograf Ludger Heinze durch den Himilaya - Staat Nepal. Eindrucksvolle Bilder dokumentieren nun seine Erlebnisse mit liebenswerten Menschen in einer grandiosen und spektakulären Landschaft.
Die Austellung wurde am 25. März um 16 Uhr eröffnet. Die Bilder können bis zum 28. Mai in der Galerie 1530 auf dem Kunsthof in der Marktstraße 1 in Wernigerode betrachtet werden.



Karneval der Kulturen 2012 am 27.05.2012 in Berlin
Dieses Jahr soll sich eine nepalesische Fokloregruppe mit dem Namen GAI- JATRA zur Teilnahme formieren.
Das Vorhaben findet eine breite Unterstützung von allen in Berlin aktiven Gruppen und Personen.
Aktuelle Informationen und welche Unterstützung noch fehlt, finden Sie hier.
Kontakt: Raman Mahato 0176 402 204 15



Ausstellung in Kathmandu
Am Freitag den 23. März eröffnet die Ausstellung A Celebration of 200 Years of Biodiversity Research in Nepal in der Siddartha Art Gallery in Kathmandu. Es werden die Zeichnungen von Francis Buchanan ausgestellt, die er in den Jahren 1802 und 1803 im Kathmandutal von nepalesischen Pflanzen erstellt hat.
Siddartha Art Gallery, Baber Mahal Revisited, Kathmandu
Öffnungszeiten: 11 bis 17 Uhr.



Der Nedeg-Newsletter berichtet regelmäßig über kulturelle Themen und über unsere Projektpartner in Nepal und weist auf Termine hin.
Wer den Newsletter noch nicht direkt zugesendet bekommt, kann sich hier anmelden.
Wichtige Hinweise auf Termine, Veranstaltungen oder neue Publikationen senden Sie bitte an nedeg_redaktion@yahoo.com.

Newsletter Redaktion: Torsten Frank, Andrea-Regina Lang, Don Baerg, Daniela Lang

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Suresh Prasad Pradhan

Interview mit dem Botschafter von Nepal in Deutschland, Herrn Suresh Pradhan


Fragen von Torsten Frank.

Sehr geehrter Herr Botschafter, wie lange sind Sie bereits in Berlin?
Es sind jetzt fast schon zweieinhalb Jahre vergangen, seitdem ich hier angekommen bin.

Wie war Ihr erster Eindruck von Berlin?
Im Vergleich zu meiner ersten Position in Beijing ist Berlin doch sehr anders. Es ist nicht das erste Mal, dass ich in Berlin bin. Ich war bereits 1986 für mein fünf Monate langes diplomatisches Training hier. Damals war es noch eine ganze andere Atmosphäre im geteilten Berlin.
Es war sehr spannend für mich nach Berlin zurück zukehren. Die bisherigen Erfahrungen sind wirklich sehr gut.

Gefällt es Ihrer Familie ebenfalls in Berlin?
Auf jeden Fall, meine Frau und meine Kinder finden Berlin ebenfalls toll. Meine Kinder sind an der Universität und genießen jeden Augenblick.

Welche täglichen Arbeiten verrichtet ein Botschafter in Berlin? Gibt es viele Konferenzen und Treffen?
Wir haben viele administrative Arbeiten und diplomatische Korrespondenzen zu erledigen. Dazu kommt noch die Führung des Botschaftspersonals. Wir sind von hier aus für dreizehn Länder verantwortlich. Ich bin akkreditiert für Österreich, Polen, Ungarn, Tschechien, die Slowakei, Slowenien, den Vatikan, andere Balkanländer und die Staaten des früheren Jugoslawiens. Da die Anzahl der Botschaftsmitarbeiter recht klein ist und wir aufgrund des diplomatischen Protokolls an vielen Empfängen, Treffen und Konferenzen teilnehmen müssen, ist das eine echte Herausforderung.

Wie schwierig ist es, ein Land mit so vielen verschiedenen Ethnien und Kulturen zu vertreten?
Das ist komplex und herausfordernd, weil wir alle Aufgaben mit den uns vorhandenen Mitteln erledigen müssen. Wir haben keine so großen Möglichkeiten wie größere Länder und müssen daher unsere eigenen Bestrebungen und Wünsche daran anpassen. Wenn wir unser Land repräsentieren, versuchen wir mehr Hilfe, Investitionen und Entwicklungsprojekte von verschiedenen Organisationen und Stiftungen zu erhalten und gleichzeitig Wohlwollen zu erreichen und zu sichern. Das ist unsere Arbeit hier. Zusätzlich wollen wir die Interessen und die Erwartungen der hier lebenden Nepalesen vertreten.

Mal nachgefragt: Wie oft feiern Sie eigentlich Neujahr in ihrem Büro?
Das ist eine interessante Frage. Wir sind ein besonderes, multikulturelles Land. Es gibt mehr als hundert verschiedene ethnischen Gruppen und genauso viele Sprachen. Neujahr gefeiert wird daher ganz oft in einem Jahr. Obwohl das Land klein ist, ist es doch geographisch und kulturell in verschiedenen Zonen aufgeteilt. Das macht das Land so besonders. Es gibt Hindus. Es gibt Buddhisten. Es gibt Christen. Es gibt Muslime. Alle leben in Verbundenheit miteinander. Sie leben gemeinsam in sozialer Harmonie. Wir müssen die unterschiedlichen Gefühle und Meinungen von allen religiösen Gruppen und den verschiedenen Ethnien und Kulturen verstehen. Alle haben ihre eigene Art, Neujahr an verschiedenen Tagen zu feiern. Weil wir nicht in der Lage sind, verschiedene Feiern zu organisieren, wird kein Datum offiziell gefeiert. Falls ich jedoch eingeladen werde, versuche ich zu kommen und ermutige alle, ihre Kultur zu pflegen.



Ist der Hinduismus immer noch die Hauptströmung?
Es gibt keine Hauptströmung in Nepal. Nepal ist laizistisch, und es wird viel Toleranz darin geübt, die verschiedenen Religionen und Kulturen miteinander zu verbinden. Das ist nicht so einfach zu verstehen, wenn man nicht in Nepal lebt.

Wie oft gehen Sie ins Kino?
Als Kind bin ich fast jede Woche ins Kino gegangen. Aber als ich älter wurde, wurden die Kinobesuche immer seltener. Sie reduzierten sich von monatlichen zu nur noch ein bis zwei Besuchen im Jahr. Hierzu gibt es jetzt eine interessante Sache: Zum ersten Mal in der nepalesischen Filmgeschichte wird ein Film von einem nepalesischen Regisseur bei der Berlinale gezeigt. Der Film erzählt eine spannende Geschichte. Er zeigt, wie viel Menschen in der Zeit des politischen Konflikts bei Busreisen von und nach Kathmandu ertragen mussten. Mir ist es auch so ergangen, als ich ein paar Tage vor meiner Abreise nach Berlin mit dem Bus von Kathmandu in meinen Heimatort Tansen gefahren bin. Wegen irgendeiner Kleinigkeit saßen wir über Stunden an einem Ort fest. Der Film zeigt eine wahre Geschichte.

Wer ist Ihr nepalesischer Lieblingsautor und welches Buch lesen Sie gerade?
Viele Bücher von verschiedenen Autoren habe ich gelesen, viele davon von Nepalesen. Am meisten beeindruckt hat mich die Kreativität von Laxmi Prasad Devkota, unseren Dichterfürst. Andere Autoren, die ich besonders schätze, sind Hridaya Chandra Singh Pradhan und Diamond Shumsher Rana, der mich besonders beeindruckt hat. Aufgrund meiner Arbeit hat sich dies jedoch verändert, und ich verbringe heute immer mehr Zeit damit, am Computer oder im Fernsehen Nachrichten zu verfolgen. Daher kann ich heute nicht mehr so viele Bücher lesen. Es ist auch nicht so einfach, nepalesische oder englische Bücher zu bekommen. Zurzeit lese ich ein Buch von Karna Shakya.



Wie entwickelt sich die Zahl der deutschen Touristen in Nepal?
Mitte der neunziger Jahre kamen rund 46.000 deutsche Touristen jedes Jahr. Die Anzahl ist jedoch aufgrund des Konflikts bis auf 16.000 gesunken. Mit dem beginnenden Friedensprozess ist diese Anzahl der deutschen Touristen wieder bis auf 20.000 gestiegen. Im Januar dieses Jahres waren es rekordverdächtige 27 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Zahlen sind immer noch nicht ausreichend. In der Vergangenheit gab es von der Nepali Airline und der Lufthansa direkte Flüge von Frankfurt, Condor flog von München und Austria von Wien direkt nach Kathmandu. Es gab außerdem Direktflüge von Amsterdam, Paris, London und Moskau. Betrachtet man den Umstand, dass es zurzeit keine direkten Flüge mehr gibt, sind die steigenden Zahlen ermutigend. Ich glaube, dass diese Zahlen in Zukunft nur besser werden können. Durch meine Gespräche mit Deutschen habe ich erfahren, dass sie gerne nach Nepal kommen wollen, aber auch direkte Flugverbindungen schätzen. Daher habe ich meine Regierung und auch die Fluggesellschaften aufgefordert, wieder direkte Verbindungen zwischen Deutschland und Nepal anzubieten.

Nepal ist für viele Deutsche ein Traumland, weil es so viele abgelegene Gebiete hat, weit entfernt von jeder Zivilisation, Straßen und Verkehr. Nun werden durch Straßenbau bekannte Trekkingrouten zerstört, zum Beispiel werden rund um den Annapurna die Straßen ausgebaut, mittlerweile bis Muktinath und bald auch bis nach Manang. Gibt es darüber eine Diskussion in Nepal?
Manchmal habe ich das Gefühl, das Deutsche über Nepal mehr wissen als die Nepalesen selbst. Ich brauche Ihnen nichts über Nepal zu erklären. Die Deutschen gehören zu denen, die den Tourismus in Nepal mitentwickelt haben. Von ihnen wurde der Plan für die Erhaltung der alten Architektur in Bhaktapur entworfen. Sie sind auch verantwortlich für einige andere Bauprojekte in Nepal. Sie sind immer dabei, wenn es darum geht, für die positive Entwicklung von Nepal etwas zu tun. Aber natürlich hoffen sie darauf, dass sich Frieden und Stabilität, Recht und Ordnung in Nepal wieder einstellt. Das bringt uns zu unserer Hoffnung, dass sich mit der Abfassung der neuen Verfassung eine friedliche Atmosphäre in Nepal einstellen wird. Hier gibt es deutliche Fortschritte, aber viel mehr muss noch getan werden.



Die privaten Schulen in Nepal müssen sehr gut sein. Ich sehe viele junge Nepalis, die hier in Berlin ankommen und sehr schnell und mit Erfolg an den Universitäten studieren. Meinen Sie, dass der Unterschied zwischen öffentlichen und privaten Schulen verringert werden kann?
Das ist eine sehr wichtige Frage für Nepal. Auf der einen Seite gibt es die privaten Schulen, die sehr hohe Standards haben, die aber auch sehr teuer sind. Diese sind für die Mehrheit der Bevölkerung nicht bezahlbar. Auf der anderen Seite gibt es die staatlichen Schulen, die kostenlos sind, aber dieses Niveau nicht erreichen. Der einzige Weg zu einer Verbesserung kann darin bestehen, die Ausbildungsstandards an den staatlichen Schulen zu verbessern. Die Regierung hat in den letzten Jahren viel Geld in die Ausbildung investiert, aber bisher sind diese Mittel nicht ausreichend oder nicht richtig eingesetzt. Wir müssen mehr in diesen Sektor investieren. Je mehr, desto besser für unsere Zukunft. Wir müssen die Qualität der Lehrerausbildung verbessern und die Schule frei von jeder politischen Einflussnahme machen. Ich selbst war Lehrer an einer Schule und Schulinspektor, bevor ich in den Auslandsdienst gegangen bin. Das ist einer der Gründe, warum ich hier wirklich Verbesserung sehen möchte.

Wie beurteilen Sie die wachsende Anzahl von jungen Nepalis, die nach Deutschland zum Studium kommen?
Weil die Ausbildung sehr gut ist, sehe ich die wachsende Zahl der nepalesischen Studenten in Deutschland mit Freude. Ich habe viele Studenten in Australien, den Vereinigten Staaten und Großbritannien gesehen. Häufig ist hier das Verhältnis zwischen den hohen Gebühren und der dafür gebotenen Ausbildung nicht angemessen. Das hat dazu geführt, dass es etliche Skandale und auch gefälschte Abschlüsse gegeben hat. Aufgrund der fehlenden Anzahl von guten Universitäten in Nepal gibt es eine hohe Nachfrage nach Studienplätzen im Ausland. In den Vereinigten Staaten steht die Anzahl der nepalesischen Studenten an zehnter oder elfter Stelle bei den studierenden Ausländern. Weil es hier einen großen Unterschied in den Niveaus gibt, haben einige die Möglichkeit, einen Abschluss an einer guten Universität zu machen, während andere noch nicht mal eine durchschnittliche Ausbildung erhalten. Teilweise gibt es diese Umstände auch in Großbritannien. Im Verhältnis zu der guten Ausbildung in Deutschland ist die Anzahl der Studierenden hier nicht so hoch. Der Unterschied zwischen den verschiedenen Universitäten ist sehr gering. Daher möchte ich die Nepalesen ermutigen, zum Studium nach Deutschland zu kommen. Die deutsche Regierung ermutigt die Studenten, wieder in ihr eigenes Land zurückzugehen, während in anderen Ländern versucht wird, die besten und talentiertesten Studenten zu behalten. Ich schätze diese Politik der deutsche Regierung sehr, weil Programme Anreize geben, dass Studenten nach Nepal zurückkehren. Das kann sogar helfen, die Abwanderung von Hochqualifizierten zu stoppen. Das ist ein Grund mehr, warum ich Studenten motivieren will, nach Deutschland zu kommen. Sicherlich ist es nicht einfach, sich hier einzuleben, und es ist anstrengend, aber es lohnt sich. Zum Beispiel gab es mehr als sechzig Humboldt-Stipendiaten hier aus Nepal, die sehr hohe Qualifikationen erworben haben und gute Positionen nach ihrer Rückkehr nach Nepal erhalten haben. Es ist nicht einfach, neben dem Studium zu arbeiten. Aber wenn sie zurückkehren, gibt es eine große Chance, eine sehr gute Anstellung zu bekommen. Ich möchte daher die staatlichen deutschen Autoritäten auffordern, freizügiger gegenüber den nepalesischen Studenten zu sein bei der Vergabe der Visa, Aufenthaltsgenehmigungen, Stipendiaten und bei der Aufnahme von kurzfristigen Beschäftigungen, um die Lebensumstände einfacher zu machen. Es ist dabei zu bedenken, dass ein durchschnittlicher Nepalese sich die Lebenskosten in Deutschland nicht leisten kann.



Was können die Deutschen von den Nepalis lernen?
Das ist eine interessante Frage. Deutschland ist ein Musterland für Fortschritt und Entwicklung auf der ganzen Welt. Es hat trotz der Zerstörung durch zwei Weltkriege große Errungenschaften erreicht. Das ist etwas, was wir von den Deutschen lernen können. Auch wenn Nepal als ein wirtschaftlich unterentwickeltes Land gesehen wird, sind wir es nicht im Sinne von Glück. Wir sind zurück bei der Gesundheitsversorgung, der Ausbildung, und uns fehlen viele Errungenschaften und Einrichtungen der modernen Welt. Es gibt immer noch Menschen in Nepal, die keine Schule gesehen haben, die keine medizinische Versorgung haben, die niemals mit einem Fahrrad gefahren sind oder jemals in ihrem Leben ein Auto gesehen haben. Flugzeuge und Züge sind unerreichbar. Trotz alledem sind die Menschen in Nepal glücklich. Viele Menschen haben keine ausreichende Ernährung, sie haben keine vernünftige Kleidung und keine Medizin für ein gesundes Leben, aber trotzdem können sie immer noch lächeln. Ich kann mir nicht erklären, wie das sein kann. Aber das ist sicherlich etwas, was die Deutschen von den Nepalesen lernen können. Was man sieht, kann man verstehen: Am besten, sie fahren selbst nach Nepal, um insbesondere die ländliche Gegend kennenzulernen.

Übersetzung Torsten Frank

Botschaft von Nepal

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"Highway" - Besuch eines nepalesischen Films auf der Berlinale

Bei der diesjährigen Berlinale wurde der nepalesische Film „Highway“ von Deepak Rauniyar gezeigt. Diese Gelegenheit wollten sich Nedeg-Mitglieder und -Freunde nicht entgehen lassen. Hier der Bericht von Barbara Kosiol über den Film und die Schwierigkeiten Tickets zu bekommen:

Ein nepalesischer Film auf der Berlinale – den möchte ich sehen. Da gibt es bestimmt schöne Bilder zu sehen, Landschaften, Berge, lachende Kindergesichter – was ich so vor Augen habe, wenn ich an Nepal denke. Und auch die Geschichte kommt mir bekannt vor: Ein Bus wird auf seiner langen Fahrt nach Kathmandu immer wieder durch Streiks und Blockaden aufgehalten. Habe ich doch auch schon stundenlang am Straßenrand gesessen, ohne zu wissen, wann es weitergeht oder bei einem Generalstreik festgesessen. Und Highway ist keine Dokumentation, sondern ein richtiger Spielfilm, ich bin gespannt.



Doch erst heißt es - berlinaleunerfahren - an Tickets zu kommen. Online hat schon mal nicht geklappt, an einer Vorverkaufskasse lange anstehen habe ich keine Lust. Wird schon noch Karten am Veranstaltungstag geben. Laut Berlinale-Info gibt es an der Kinokasse Karten ab 12 Uhr und ab einer halben Stunde vor Beginn. Ich bitte meinen Sohn, der um 14.30 Uhr zufällig in der Nähe des Kinos ist, Karten zu kaufen. Ergebnis: Die Kasse hat zwar offen, aber Karten gibt es erst eine Stunde vor Beginn. Wir sind dann sicherheitshalber eineinhalb Stunden vorher da, stehen in einer langen Schlange, keiner weiß, wie viele Tickets es denn noch gibt. Die Kasse macht früher auf, wir bekommen Tickets und können uns direkt in die nächste Schlange stellen. Der Film wird zeitgleich in zwei Kinos gezeigt, es gibt aber nur eine Schlange. Wir kommen dann fast als letzte in den ersten Saal und setzen uns ganz nach vorne. Hat ja auch was, wenn man fast im Film drin sitzt.
Der Regisseur und einer der Schauspieler sind anwesend. Er wollte einen Film über die neue Generation nach den langen Jahren des Bürgerkrieges in Nepal machen. Er möchte sich auch gerne mit uns nach dem Film unterhalten, allerdings finde die Diskussion im Nachbarkinosaal statt.



Der Film beginnt mit Bildern einer Busfahrt, die Kamera folgt der Straßenführung, es gibt Kurven und Gewackel. Dank unserer vorderen Sitzplätze könnten wir auch gleich im Bus mit drin sitzen, der Magen rebelliert. Doch was folgt, sind keine Hochglanzbilder der wunderschönen nepalesischen Landschaft. Die Busfahrt ist eine Rahmenhandlung für ein Roadmovie, es werden Personen und deren Probleme dargestellt, die uns sonst als Touristen nicht leicht offenbar werden: eine anstehende arrangierte Hochzeit, Umgang mit Homo- und Transsexualität, das Leben von Dienstboten und Prostituierten. Die einzelnen Geschichten werden parallel erzählt, zum Teil mit Vor- und Rückblenden. Die Dialoge sind von den Schauspielern improvisiert, die englischen Untertitel verschwinden oft, bevor man auch nur die Hälfte lesen konnte. Wir müssen schon mal die Sitznachbarn fragen, um die Handlungsstränge auseinanderzuhalten und zu verstehen.



Die Straßenblockaden zeigen die Verzweiflung von Menschen, etwas zu erreichen in einem Land, in dem die Entwicklung nicht vorwärts zu kommen scheint. Die Umdekorierung des Busses in eine Hochzeitsgesellschaft mit Braut, Bräutigam und Musikkapelle, um Blockaden passieren zu dürfen, ist dagegen eine phantasievolle liebenswerte Möglichkeit, in diesem Land mit Problemen umzugehen. Die Geschichten der übrigen Protagonisten kennt man aus anderen Ländern, in denen Tradition und modernes Leben aufeinandertreffen. Dies aus Nepal zu sehen, war neu in Highway und machte den Film zu einer Bereicherung für jeden Nepalliebhaber.
Nun wollen wir aber doch noch gerne die Diskussion mit dem Regisseur erleben, also raus und in den Nachbarsaal. Doch kaum haben wir unseren Saal verlassen, stehen wir in der nächsten Schlange. Keiner weiß, wann dort aufgemacht wird und ob wir überhaupt noch reinpassen. Wir geben auf, gehen nach Hause. An Schlangen anzustehen, ohne zu wissen, ob es die richtige ist oder wann es weitergeht wollen wir uns nicht antun – unsere Toleranzschwelle in Deutschland ist eben doch geringer.

Barbara Kosiol

Trailer
Interview mit Deepak Rauniyar


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Mit der TU in die Heimat

Seit zweieinhalb Jahren studiert Nedeg-Mitglied Krisha Sthapit Umwelttechnik an der TU Berlin. Eine Feldstudie gab ihr jetzt die Möglichkeit, für sechs Wochen ihr Wissen in ihrer Heimat anzuwenden. Eine Kooperation des Fachbereiches von Prof. Martin Kaupenjohann mit der nepalesischen Organisation BEYOND ermöglicht dies.

Ausgangspunkt war die Feststellung, dass in dem Projektgebiet zwar viele Biogasanlagen von World Vision in Kooperation mit dem Biogas-Support-Programm installiert wurden, aber offensichtlich nur noch wenige im Betrieb sind. Die TU wollte die Ursachen dafür ergründen.



Changu ist ein südöstlich von Kathmandu gelegenes Gebiet, das immer noch stark von der Landwirtschaft geprägt ist. Terrassenförmig ziehen sich die Felder an den Hängen nach oben. Die meisten Menschen leben hier noch in traditionellen Häusern, die aus luftgetrockneten Lehmziegeln errichtet werden. In der Sonne glitzerndes Wellblech der Dächer prägt die Landschaft. Hier ist Beyond aktiv und versucht, durch die Förderung von neuen Techniken das traditionelle Leben in den Dörfern zu erhalten.



Seit mehr als zwanzig Jahren werden Biogasanlagen in Nepal propagiert. Der Vorteil solcher Anlagen scheint auf der Hand zu liegen. Es wird nur wenig Material benötigt, um eine Biogasanlage zu errichten: Betonringe, die in den Boden eingelassen werden, eine Rührvorrichtung und Gasrohre, die in das Haus führen. Das Ganze braucht dazu nur Wasser und den Dung der Kühe. Ressourcen, die in ländlichen Gebieten leicht verfügbar sind. Auch Toiletten können an Biogasanlagen angeschlossen werden. Dies fördert nicht nur die Hygiene, sondern hilft auch der Umwelt.

Mit dem Gas kann gekocht werden oder abends das Haus beleuchtet werden. Das Kochen mit dem Gas spart Feuerholz. Die Wälder werden vor Abholzung bewahrt, und die Mädchen, häufig alleine verantwortlich für das Sammeln des Feuerholzes, haben Zeit, in die Schule zu gehen. Die Frauen sitzen beim Kochen nicht mehr im krebserzeugenden Rauch des Feuers. Da die meisten Dörfer von dem Anbau von Kartoffeln leben, wären die stickstoffhaltigen Gärrreste ideal zur Verbesserung der Bodenqualität.



Warum trotzdem viele Anlagen nicht funktionieren, sollte von dem dreiköpfigen Expertenteam der TU Berlin zusammen mit der Partnerorganisation geklärt werden.

In einer ersten Untersuchung wurden die vorhandenen Anlagen inspiziert. "An manchen Tagen sind wir mehr als 15 Kilometer gelaufen. Bergauf und bergab. Abends haben wir dann in den Dörfern gewohnt und mit den Händen gegessen. Meine beiden deutschen Kolleginnen waren trotzdem sehr glücklich in dieser Zeit", berichtet Krisha.

Es stellte sich heraus, das drei Viertel der installierten Anlagen nicht mehr in Betrieb waren und nur jeder zehnte Haushalt damit zufrieden war. Irgendwann haben die Anlage aufgehört zu funktionieren, und mit dem vorhandenen Wissen waren die Nutzer nicht in der Lage, diese wieder in Betrieb zu setzten, so das Ergebnis der Studie. Es waren keine Ansprechpartner bekannt, die für die Wartung und Instandsetzung zuständig waren. Hinzu kommt ein insgesamt geringer Bildungsstand, weil viele junge Leute das Dorf verlassen haben.



Es blieb aber nicht nur bei der Feststellung des Mangels. Zusammen mit der Frauenorganisation "Chinnamasta Women Coops" wurden Kurse in den Dörfern veranstaltet. "Wir haben demonstriert, wie solche Anlagen funktionieren und wie sie zu reparieren sind. Die Leute waren enorm interessiert und wollten ganz viel wissen, zumal ich alles in Nepali erklären konnte", berichtet Krisha. Für sie war der Studienaufenthalt eine große Motivation für das weitere Studium.

In Tansania gibt es Biogasanlagen, die nur mit Bananenblätter Methangas erzeugen. Die Wartung wäre viel einfacher. Vielleicht wäre dies eine Lösung?


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Aktivitäten unserer Mitglieder

Seit 2006 bietet Kamal Niraula nepalesische Spezialitäten im Restaurant Om an.

Krisha Sthapit lehrt neben ihrem Studium an der TU Berlin Nepalesisch an der Sprachenschule Sprachenatelier.

Margot Jaffé aus Somborn betreibt am Fuße des Himalaya in Pokhara ein Hotel.

Rajendra Sthapit ist beeidigter Übersetzer für Nepalesisch und Referent für Landeskunde, Sprache und Übersetzung.

Das Reisebüro Nepal-Reisen von Klaus-Peter Graetz ist spezialisiert auf Trekking-Touren mit Schwerpunkt Asien.

Carola Neitzel spielt auf verschiedenen Theaterbühnen in Berlin und gibt Schauspielunterricht.

Alle weiteren Informationen zu den Aktivitäten unserer Mitglieder finden Sie hier.

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Kontakt:

Nepali-Deutsche Gesellschaft
Eosanderstraße 13
10587 Berlin

Berliner Sparkasse
Kontonummer: 730 030 547
Bankleitzahl: 100 500 00

Vereinsvorstand:

Vorsitzender : Torsten Frank
Stellvertreter: Birat Niraula
Geschäftsführer: Rajendra Sthapit
Schatzmeisterin: Andrea-Regina Lang

Newsletter April 2012


Deutsche Version

Thorong La

Content:


Message from the Editors
Interview with the Ambassador of Nepal to Germany
Highway - a film from Nepal at the Berlinale
TU Berlin Cooperation in Nepal
Activities of our members

Message from the Editors

In this Newsletter we present an interview with the Ambassador from Nepal in Germany regarding his impressions of Berlin, tourism, students in Berlin and what German people can learn from Nepalis. We report on a film from Nepal at the Berlin Film Festival and a field study tour in Nepal. A new feature is called "Activities of our members". We thank the readers for their impulse and reactions to the articles. Our Newsletter team hopes you enjoy this issue.

Event notes
Photo exhibition in Wernigerode
For two months, photographer Ludger Heinze travelled around the Himalaya state Nepal. Impressive photos document his encounters with kind and amiable people amidst a grandiose and spectacular landscape.
Exhibition opens on March 25th at 4 pm and runs until May 28th at the Galerie 1530 on the Kunsthof in Marktstraße 1 in Wernigerode.



Karneval der Kulturen 2012 at 27.05.2012 in Berlin
This year a group of Nepali under the name GAI-JATRA will take part in that event.
The group will be supported by many active groups and persons in and around Berlin.
Actual information and what kind of support is still missing, you will find here.
Contact: Raman Mahato 0176 402 204 15



Exhibition in Kathmandu
On Friday 23 March 2012 the exhibition A Celebration of 200 Years of Biodiversity Research in Nepal open its gates at Siddartha Art Gallery in Kathmandu. Francis Buchanan and his pioneering natural history drawings (1802–1803) of nepalese plants and flowers are issued.
Opening hours are 11 am through 5 pm.
Siddharta Art Gallery, Baber Mahal Revisited, Kathmandu



The Nedeg newsletter will regularly report on cultural events and our project partners in Nepal, including dates and venues. If you are not receiving the newsletter directly, you may register here now. Relevant information regarding dates, events or new publications may be forwarded to: nedeg_redaktion@yahoo.com.

Editorial staff: Torsten Frank, Andrea-Regina Lang, Don Baerg, Daniela Lang


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Suresh Prasad Pradhan

Interview with the Ambassador of Nepal to Germany

Interview by Torsten Frank

Honourable Ambassador, how long have you been posted in Berlin?
It has been almost two and a half years since I have come here.

What were your first impressions of Berlin?
Compared to my previous assignment in Beijing, I found Berlin to be very different. However, this was not my first time here. I was also here in 1986, during my five months diplomatic training. There was a completely different atmosphere at that time with Berlin divided by a wall.
It was very exciting for me to come to Berlin for the second time and the experience has been very enjoyable.

Is your family also enjoying Berlin?
Of course, my wife and my children’s stay in Berlin have also been very exciting. My childrenare attending Universities here and they are also enjoying every bit of it.

What are the daily tasks of an Ambassador here in Berlin? A lot of conferences and meetings?
Mostly, we have to do a lot of administrative and diplomatic correspondences along with the supervision of my officials and staffs on a routine basis. I have to cover 13 countries from here. I am accredited to Austria, Poland, Hungary, Czech and Slovak Republics, Slovenia, Holy See and some other countries in the Balkans and the former states of Yugoslavia. Since the number of staffs in the office is quite small and as a diplomatic protocol we have to attend, of course, regular receptions, meetings and conferences from time to time, it is quite challenging to manage all.

How difficult is it to represent a country with so many different cultures and ethnics?
It is complex and challenging because we have to carry on with whatever means we have. We cannot afford many amenities like other larger countries and, therefore, our aspirations and expectations are also limited. When representing our country, our objectives include getting more assistances, investments and development projects from different organizations and donors, while obtaining and maintaining good will at the same time. That is our work here. We also have to see the interests and expectation of Nepalese community and Diasporas here.

By the way how often you have to celebrate New Year in your office?
That is a very interesting aspect. We are a very unique and multi-cultural country. We have about one hundred ethnic groups, speaking as many languages. So, we are celebrating many New Years in one year. Despite being a small country, it is geographically and culturally divided and this makes this country very unique in a true sense. We have Hindus. We have Buddhists. We have Christians. We have Muslims. They all live in solidarity and they are united. But, they all live in complete social harmony. We have to understand the feelings and sentiments of all religious faiths and people of different cultures and ethnicity. They have their own way of celebrating New Years at a different time of the year. As we cannot afford to celebrate all the New Years officially, I am not celebrating any of them officially. But if some Nepalese community or organization invites me, I try to be part of it, and encourage them to celebrate and promote their culture.



Is Hinduism still the mainstream culture?
There is no one particular mainstream culture in Nepal. Nepal, being a secular one, is the most tolerant and capable of encompassing all religions and cultures. The fact is difficult to understand and realize if you are not living in Nepal.

How often do you go to the cinema?
As a child, I used to go to the cinema almost every week. However, as I grew up, the frequency of my cinema visits became fewer and fewer; from once a month to almost once or twice a year. However, an interesting thing related to this is that for the first time in Nepal’s film history, a Nepali movie will be screened at the ‘Berlinale. It has a very exciting story. It shows how Nepali people, at the time of conflict, suffered enormously while making long-distance travel by bus, in and out of Kathmandu city. As shown in the movie, I also faced similar circumstances when I took a bus from Kathmandu to my hometown ‘Tansen’, only few days before leaving for Berlin. I was stranded in a place for more than five hours because of a trivial matter. So, this is definitely a real story.

Who is your favourite Nepali novelist and what are you reading in the moment?
I used to enjoy reading books by several writers. Among many other Nepali writers, I am impressed very much by the creative writings of Laxmi Prasad Devkota, the poet laureate of Nepal. Other Nepali novelists whose work I enjoy are that of Hridaya Chandra Singh Pradhan and Diamond Shumsher Rana who are particularly impressive. However, my habit has been shifted to other areas of work. These days I spend most of the time in front of the TV or computer and watching national and international news. Now, I have not been able to read books as much as I used to since it is quite difficult to find Nepali and also English books here. However, I am currently reading a Nepali book by Karna Shakya.



How are the numbers of German tourists to Nepal developing?
In the middle of the 1990s, there were around 46,000 German travelers per year. However, due to the conflict situation, this number decreased drastically to 16,000. Nevertheless, with the start of the peace process, the numbers have started to grow again, with more than 20,000 Germans travelling to Nepal every year. The record taken in January 2012 showed a growth of 27 %.
I believe that the progress is still not sufficient. In the past, we used to have Nepali Airlines and Lufthansa flying directly to Kathmandu from Frankfurt. Condor Airlines used to go from Munich and Austrian Airlines used to go from Vienna. There were other direct flights to Nepal from Amsterdam, Paris, London and Moscow. However, given the circumstances where there are no direct flights between Germany and Nepal, the growing numbers are very encouraging and I believe that it will only become better in the future. During direct interaction with the Germans, I have come to an understanding that Germans are interested in traveling to Nepal but they would like to have direct accessibility. Therefore, I have recommended my government and the airlines to arrange bringing back direct connection between Nepal and Germany.

Nepal is a dreamland for many Germans. It has so many remote areas, far away from all civilization, streets and traffic. Nowadays we see that road construction is sometimes destroying beautiful trekking areas, like the development around the Annapurna circle reaching Muktinath and close to the Manang valley. Is there any discussion about that in Nepal?
Sometimes, I feel that the German people know more about Nepal than the Nepalese themselves.
I do not have to explain to them about Nepal. They are among the ones who drew up the master plan for tourism in Nepal along with the master plan for the preservation of the old architecture of Bhaktapur city. They are also responsible for the various building development projects in Nepal. That is the reason why they have the desire for doing something for the betterment of Nepal. However, they are hoping establishment of permanent peace and stability, and the maintenance of law and order in Nepal. This brings us to our yearning for the drafting of the new constitution in order to create a more peaceful atmosphere in Nepal. Although some progress can be seen in this frontier, a lot more still needed to be achieved.



The private boarding schools in Nepal seem to be very good. I see so many young Nepalese arriving here in Berlin and being so quick and good at the university. Do you think that the gap between the public and the private schools might be minimized?
That is a very relevant question pertaining to Nepal. On one hand, private schools are providing quality education which also comes along with a huge cost. It is beyond the reach of the lower strata of our population that forms the majority. On the other hand, government schools are free but the quality is not up to the mark. The only way forward is to improve quality of education in our government schools. The government is spending a lot of money on education-sector in recent times, but so far, it is either insufficient or poorly managed. We need to invest more in this sector. More we invest in this sector; we will reap more benefits in future. We need to upgrade the quality of training of teachers and make education sector free from politics. I was myself a High School teacher and Supervisor for High Schools before joining the Foreign Service. Thus, I am particularly looking forward to seeing some real improvements in this sector.

How do you feel about the growing numbers of young Nepalese coming to Germany for their studies?
Since Germany provides quality education, I am very excited with the increasing numbers of the Nepali students in Germany. I have seen a number of Nepali students in Australia, USA und UK for many years. However, there is a huge gap in the quality of education provided by these universities and the high tuition-fees charged by them. This has resulted into many scandalous and fake cases.
Still, due to the lack of universities providing quality education in Nepal, there is high demand for seeking admission in oversees universities by Nepalese students. In the USA, Nepalese rank 10th or 11th in the numbers of foreign students. However, due to the differences in the level of education provided by these educational institutions, while some have had the opportunity to graduate from good institutions, others have been severely deprived of getting even an average quality education. Similar circumstances prevail also in case of UK. Although the quality of education in Germany is very good, the number of students coming hereis not that big. Even the differences in quality between the universities are very slim. Therefore, I like to encourage Nepalese to come to Germany for study purpose.
Also, the German government encourages students to return back to their own country, unlike some other countries who try to keep the bright and talented students themselves. I really appreciate this return policy of the German government that provides incentives to the students to go back to their own country. This could even help eliminate the brain drain problem of Nepal.
That is also one of the reasons why I request students to come to Germany. Although this is not an easy task to start with, efforts are being made nevertheless. For instance, there are already about sixty Humboldt fellows here from Nepal who are highly qualified and have achieved high positions after returning back to the country. There are difficulties in finding a good job here. However, when they return back to Nepal, they will have higher probability of finding a prestigious job.
Therefore, I would like to request the concerned authorities to be more liberal towards the Nepalese students while issuing visas, resident permits, offering scholarships and short-term jobs to make their livelihood easier keeping in mind that an average Nepalese can’t afford the high living cost of Germany.



What could the Germans learn from the Nepalese?
That is a very interesting question. Germany is a role model for prosperity and scientific progress for the whole world. It has accomplished great achievements despite being destroyed severely in the two World Wars. This is something we Nepalese can learn from the Germans.
Although Nepal is seen as an underdeveloped country, we are not very poor in terms of happiness. We are backward in health, education and many other modern amenities and facilities the world has to offer. There are people in Nepal who still have not seen schools, have no access to medicines, have never ridden a bicycle or even seen a car in their lives, train and airplanes are out of question. However, despite this, the people in Nepal are happy. Many people do not have adequate food to eat, they do not have proper clothes to wear, and they do not have medicines for a healthy life, but still they are smiling. I cannot explain how they are capable of doing this; but it is something the Germans could learn from the Nepalese. For this, they have to visit Nepal. Seeing is believing, so why don’t you come to Nepal and see it for yourselves, especially in the rural parts of the country.

Embassy of Nepal

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Highway - a film from Nepal at the Berlinale

Directed by Deepak Rauniyar, the film Highway became a special attraction that members of NEDEG and their friends could not miss. Barbara Kosiol reports on her reaction to the film and the difficulties to get tickets:

A Nepali film at the Berlinale - I have to see it! Beautiful scenery will be shown - landscapes, mountains, faces of smiling children - this is the picture I have of Nepal. Also, the story sounds familiar: a cross-country bus on a long trip to Kathmandu is repeatedly being held up by strikes and road blocks. I myself have experienced waiting hours at the roadside without knowing when a general strike would be over. But Highway is not a documentary film, so I am excited.



The first hurdle is to get the tickets - for a newcomer to the Berlinale. I once managed to order them Online, and I am not interested in standing hours in a long queue at a pre-sales desk. They will certainly be available on the day of the screening. According to festival brochures tickets will be sold starting at 12 noon and half an hour prior to showing. I ask my son, who is coincidently near the cinema at 14:30 h, to pick them up. Result: the ticket box is open, but the tickets will be on sale one hour before the show starts. We arrive 1 1/2 hours early and stand in a long line, and no one knows how many tickets are left. The box office opens earlier anyway and we are among the lucky ones. Then we stand in the next queue. The film is to be shown in two cinemas simultaneously, but there is only one queue. We enter the first hall and have to sit in the front row. Success - one has arrived!



The director and one of the actors are present. He intended to produce a film on the new generation after the many years of civil strife in Nepal. He is very eager to speak with the audience about the making of the film, however, the discussion venue is to be in a neighbouring cinema hall after the screening.
At the beginning the film portrays scenes of a bus ride: the camera follows the road along countless curves and winding passages. Thanks to the front-seat view, we sit in the centre of the action. What follows are not high-gloss photographs of the extremely beautiful landscape. The bus ride is the framework setting for a road movie. Various characters and their problems are presented that are not immediately obvious to the typical tourist: an anticipated arranged wedding, homo- and trans-sexuality, the life of servants and prostitutes. The individual stories are told in parallel, with flashbacks and flash-forward scenes. The dialogue has been improvised by the actors themselves. The English sub-titles often disappear from the screen before one can read the half of it. Occasionally, we have to ask those sitting beside us in order to grasp the connections between the scenes and the plot.



The road blocks reflect the desperation of people in their attempt to achieve something in a country where the development does not appear to be progressing. The re-decorated busses with a group of wedding guests with bride, groom and band, set up in order to be able to bypass a road block, thereby a fantasy-like, pleasant way to circumvent problems in this country. The story of the other protagonists is known from other countries where traditions and modern life meet head-on in confrontation. To view this side of Nepal was a new approach in Highway, and an enrichment for every Nepal-lover.
So we are anxious to attend the discussion round with the director and we want to shift to the other cinema. But hardly have we left our seats, we find ourselves lining up in another queue. No one knows when the doors will open or whether we will be able to snatch a place. We give up and make our way homewards. To stand in queues without knowing if they are the ones we want or when things will get going. Our tolerance threshold is quite low in Germany.

Trailer
Interview with Deepak Rauniyar


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TU Berlin Cooperation in Nepal

Krisha Sthapit, a member of NEDEG, has been studying Environmental Engineering for two and a half years at the Berlin Institute of Technology (TU Berlin). Recently, she had the opportunity to undertake a field study for six weeks to apply her theoretical knowledge. A joint project between Prof. Martin Kaupenjohann and the Nepalese organization BEYOND made this endeavour possible.



The background came from the realization that a number of biogas plants had been installed by World Vision in cooperation with the Biogas Support Programme, but few have remained in operation. TU Berlin scientists wanted to know the reasons for this failing. The Changu region, a typically agricultural area, is located southeast of Kathmandu. The fields are situated in terraces on the slopes. Most of the inhabitants live in traditional houses made of sun-dried clay bricks. The shiny corrugated metal roofs are characteristic of the landscape. BEYOND is involved by making an attempt to promote new technologies by incorporating them into the traditional lives of the people.



Biogas plants have been propagated for approximately 20 years in Nepal. The advantages are quite apparent. Very little building material is required to construct a plant. Concrete ring sections lowered into the ground, a blender and gas pipes are all that is necessary. Cattle dung and water are mixed in these underground vaults. All resource are easily accessible in the rural areas. Toilets can also be connected with the plants. This measure not only enhances hygiene but also helps the environment.

The gas can be used for cooking and evenings for lighting the houses. Cooking with biogas saves expenses for fuel wood. The forests are saved from destructive logging and girls who have usually been sent out to the forest to collect wood have time to attend school. Women no longer have to attend the carcinogenic (cancer-causing) fires. Since most of the villages live from potato cultivation, the nitrogen-loaded residues can be ideal for the improvement of the soil quality.



Why many plants are not functioning, in spite of the benefits, was the objective of the three experts from the TU Berlin together with the partner organization.

The first step of the study was to inspect the existing plants. "On some days we had to walk more than 15 km, up and down the mountains. Evenings were spent in the villages, eating the local food with their fingers. Nevertheless, my two German colleagues were very happy during this time", reports Krisha.

It was established that three-quarters of the installed plants were not in operation and only every tenth household was content. At some point the plants broke down and with their available knowledge the owners were not in a position to repair them. No contact persons were known who might have done the maintenance. In addition, the level of education is quite low, since most of the young people have left the village.



Aside from pinpointing the deficits, courses were also set up in cooperation with the women's organization CHINNA MASTA WOMEN COOPS. "We were able to demonstrate how the plants function and how to repair them. The people were extremely interested and wanted to know about all kinds of things, since I could explain everything in Nepali", Krisha states.

For her the study tour provided a great motivation for her further programme of studies. In Tanzania, for example, biogas plants are operated on the basis of banana leaves to produce methane gas. The maintenance is much easier. Perhaps this is a solution?


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Activities of our Members

Since 2006, Kamal Niraula is offering Nepalese specialties at the restaurant Om.

Anlongside her studies at the TU Berlin, Krisha Sthapit teaches Nepalese at the language school Sprachenatelier.

Margot Jaffé from Somborn runs a hotel at the foot of the Himalayas in Pokhara.

Rajendra Sthapit is a certified translator for Nepalese and a consultant for geographical studies, language and translation.

Klaus-Peter Graetz' travel agency Nepal-Reisen specializes in trekking tours with focus on Asia.

Carola Neitzel performs on several different theatre stages in Berlin and teaches acting classes.

Any further information regarding our members' activities you'll find here.

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Contact

Nepal-German Association
Eosanderstraße 13
10587 Berlin

Bankaccount
Berliner Sparkasse
Account number: 730 030 547
Bank code: 100 500 00

Executive

Chairman : Torsten Frank
Vicechairman: Birat Niraula
Generalmanager: Rajendra Sthapit
Treasurer: Andrea-Regina Lang

© 2006-2016 NEDEG e.V. letzte Aktualisierung: Dezember 2016.